makro

  • Steile Hänge erschweren die Arbeit der Teepflückerinnen in Darjeeling. Vergrößern
    Steile Hänge erschweren die Arbeit der Teepflückerinnen in Darjeeling.
    Fotoquelle: ZDF/Daniel Meinl
  • Gefährliche Pestizide werden in Assam oft ohne Schutz versprüht. Vergrößern
    Gefährliche Pestizide werden in Assam oft ohne Schutz versprüht.
    Fotoquelle: ZDF/Erik Hane
  • Steile Hänge und unwegsames Gelände erschweren die Arbeit der Teepflückerinnen in Darjeeling. Vergrößern
    Steile Hänge und unwegsames Gelände erschweren die Arbeit der Teepflückerinnen in Darjeeling.
    Fotoquelle: ZDF/Daniel Meinl
  • Um auf ihr Soll zu kommen, pflücken Arbeiterinnen immer mit beiden Händen Tee. Vergrößern
    Um auf ihr Soll zu kommen, pflücken Arbeiterinnen immer mit beiden Händen Tee.
    Fotoquelle: ZDF/Daniel Meinl
  • Busch für Busch. Das Gelände in Darjeeling ist eine Sysyphusarbeit. Vergrößern
    Busch für Busch. Das Gelände in Darjeeling ist eine Sysyphusarbeit.
    Fotoquelle: ZDF/Daniel Meinl
Report, Reportage
makro

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Do., 30.08.
13:00 - 13:30
Abgebrüht - das bittere Geschäft mit dem Tee


Edel und exquisit: Die Deutschen entdecken die feine Teekultur. Für erstklassige Blätter zahlen sie hohe Preise. Tee mit Spitzenqualität kostet zwischen 200 bis 600 pro Kilogramm. Ein lukratives Geschäft. Die Tee-Arbeiter in Indiens Top-Anbaugebieten Assam und Darjeeling profitieren von dem Boom in Deutschland allerdings nicht. Hier herrschen Armut und hohe Arbeitslosigkeit. Im Frühling müssen die Arbeiter, vor allem Frauen, ohne technische Hilfsmittel acht Kilogramm Tee pro Tag pflücken, um ihren Tageslohn zu erhalten - unter härtesten Bedingungen. In der Hochsaison steigt die geforderte Tagespflückmenge auf 20 Kilogramm. Umgerechnet 1,70 Euro Lohn erhält ein Teearbeiter in Darjeeling dafür pro Tag, erklärt der Chef der Teearbeiter-Gewerkschaft. Doch schon ein Teller mit Reis koste auf dem Markt rund zwei Euro. Er fordert für die Arbeiter deshalb einen Mindestlohn für Existenzminimum, das in Indien bei 3,90 Euro pro Tag liegt. Davon sind die Teearbeiter bislang weit entfernt. Viele Arbeiter leben mit ihren Familien in schäbigen Baracken - ohne sauberes Trinkwasser und ohne Toiletten. Und sie müssen hochgiftige Pestizide auf den Plantagen versprühen. Vor allem Kinder sind von den Folgen betroffen, erklärt Professor Anup Kumar Das von der Universitätsklinik in Dibrugarh: "Die Lebens- und Arbeitsbedingungen schädigen die Babys schon im Mutterleib. Die Kinder in den Teeplantagen sind schlecht ernährt, im Wachstum verzögert, und die Kindersterblichkeit ist hoch." Das Gift aus den Plantagen landet aber auch in den Tassen deutscher Kunden. In indischem Tee aus deutschen Supermärkten finden die "makro"-Autoren bis zu acht verschiedene Pestizide. Viele dieser Stoffe sind so gefährlich, dass sie in Deutschland nicht zugelassen sind. Dennoch tragen Tee-Sorten, die unter solchen Bedingungen produziert werden, Gütesiegel von "Fairtrade", "Rainforest Allaince" oder "UTZ". Sie versprechen eigentlich faire Produktionsbedingungen.


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