makro: Der Kampf um Agrarsubventionen
Info, Wirtschaft + Konsum • 22.11.2020 • 06:15 - 06:44
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3sat-Moderatorin Eva Schmidt.
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Originaltitel
makro
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
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makro: Der Kampf um Agrarsubventionen

Die EU-Kommission will einen Green Deal für Europa. Bis 2050 soll der Kontinent klimaneutral werden. Dafür müsste auch die hoch subventionierte Landwirtschaft umgestaltet werden. Aber kann eine Reform gegen die mächtige Lobbygruppen gelingen? Alle sieben Jahre wird die Verteilung der Landwirtschaftssubventionen neu verhandelt. Mit rund 40 Prozent ist der Agrarhaushalt der größte Posten im EU-Haushalt. Viele Landwirte sind auf die Unterstützungen aus Brüssel angewiesen, um auf dem Weltmarkt mithalten zu können. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft für 14 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Die neue EU-Kommission unter Leitung von Ursula von der Leyen plant bis zum Jahr 2050 für Europa Klimaneutralität. Alle Bereiche der EU wären betroffen: die Industrie, der private Verbrauch, der Verkehr und auch die Landwirtschaft. Besonders bei der Produktion und der Verwendung von Dünger gelangt extrem klimaschädliches Lachgas in die Atmosphäre. Für eine Agrarwende wäre nun der richtige Zeitpunkt: In diesem Herbst fällt die Entscheidung in Brüssel, wie viel Agrarsubventionen Europas Bauern in Zukunft über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bekommen. Den Hauptteil machen die sogenannten Flächensubventionen aus. Das heißt, wer viel hat, der bekommt auch viel. In Deutschland sind das rund 300 Euro pro Hektar. Schon lange fordern Kritiker wie die EU-Abgeordnete Maria Noichl (SPD) eine Abkehr von diesen Direktzahlungen und der Weltmarktbindung. Landwirte sollten vielmehr belohnt werden, wenn sie klima- und umweltfreundlich anbauen. Die Direktzahlungen müssten zum Beispiel einer Gemeinwohlprämie weichen. Doch Europas Bauernvertreter sehen einen radikalen Umbau skeptisch.
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