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  • Alle in einem Boot: Muschelsucher auf dem Weg zur Arbeit in Vietnams Mekong-Delta. Vergrößern
    Alle in einem Boot: Muschelsucher auf dem Weg zur Arbeit in Vietnams Mekong-Delta.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Nic
  • Bei Niedrigwasser hoffen die Mitarbeiter der Venusmuschel-Kooperative von Binh Dai im Schlick des Mekong-Deltas auf eine reiche Beute. Vergrößern
    Bei Niedrigwasser hoffen die Mitarbeiter der Venusmuschel-Kooperative von Binh Dai im Schlick des Mekong-Deltas auf eine reiche Beute.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Nic
  • Im Schlick des Mekong-Deltas versteckt sich eine kostbare Ware: Pro Tonne Venusmuscheln werden 5000 Euro gezahlt. Vergrößern
    Im Schlick des Mekong-Deltas versteckt sich eine kostbare Ware: Pro Tonne Venusmuscheln werden 5000 Euro gezahlt.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Nic
  • Unter der strengen Aufsicht von Madame Dinh Thi Ha, Chefin des Reiskontors von Cai Bé, werden hier pro Tag 100 Tonnen Reis umgeschlagen. Vergrößern
    Unter der strengen Aufsicht von Madame Dinh Thi Ha, Chefin des Reiskontors von Cai Bé, werden hier pro Tag 100 Tonnen Reis umgeschlagen.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Nic
  • Die rüstige Chefin des Reiskontors von Cai Bé, Madame Dinh Thi Ha. Vergrößern
    Die rüstige Chefin des Reiskontors von Cai Bé, Madame Dinh Thi Ha.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Nic
  • Chiliernte im Mekong-Delta, Südvietnam. Vergrößern
    Chiliernte im Mekong-Delta, Südvietnam.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Nic
  • Früher war er Fischer auf See, heute verdient der 76-jährige Tran Van Bon sein Geld mit Venusmuscheln. Vergrößern
    Früher war er Fischer auf See, heute verdient der 76-jährige Tran Van Bon sein Geld mit Venusmuscheln.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Nic
  • Per Boot wird der Reis durch das Mekong-Delta im Süden Vietnams transportiert. Kleine Blumensträuße am Schiffsbug sollen die Wassergötter gnädig stimmen. Vergrößern
    Per Boot wird der Reis durch das Mekong-Delta im Süden Vietnams transportiert. Kleine Blumensträuße am Schiffsbug sollen die Wassergötter gnädig stimmen.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Nic
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
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Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
3sat
Mi., 08.08.
18:15 - 19:00


Fernweh pur! Die Reportagereihe nimmt den Zuschauer mit auf Reisen rund um den Globus und erzählt Geschichten über Menschen, Tiere und andere Phänomene rund um die Ozeane und deren Küsten.
Das Delta des Mekongs ist der fruchtbare Irrgarten im Süden Vietnams. Dort leben auf einer Fläche, die fast so groß wie die Niederlande ist, etwa 18 Millionen Menschen.
Sie siedeln an und auf Meeresarmen und Flussläufen, auf Inseln, Sandbänken und in Mangrovenwäldern. In dem amphibischen Leben geht ohne Boot gar nichts. Der Film zeigt Menschen, die fast niemals festen Boden unter den Füßen haben, bei ihrem geschäftigen Leben.
Bei Familie Nguyen beginnt der Tag mit einem Gebet. Die Wassergöttin soll für die Fahrt zum schwimmenden Markt gnädig gestimmt werden. Denn im Mekongdelta lauern viele Gefahren: Strömungen, Sandbänke und die Rushhour, die hier praktisch rund um die Uhr herrscht. Drei Generationen der Familie Nguyen leben auf ihrem Sampan, einem hölzernen Hausboot, das immer mit Obst und Gemüse voll beladen ist. Zum Leben an Bord bleiben nur winzige Nischen.
Die fruchtbaren Schwemmlandböden des Mekongdeltas bescheren der Region drei Reisernten jährlich. Madame Dinh Thi Ha, die Herrin des Reiskontors von Cái Bè, schlägt am Tag 100 Tonnen Reis um. Die Ware wird säckeweise angeliefert, unter Aufsicht der rüstigen Chefin von ihren Neffen umgeladen und von Zwischenhändlern weiter transportiert - bis nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon. Wenn alles reibungslos läuft, wischt Madame Dinh am Ende des Tages fröhlich ihr Reislager. Wenn nicht, müssen die Neffen Überstunden machen und kriegen das Taschengeld gekürzt. Reis ist in Vietnam noch immer eine verlässliche Größe für das Einkommen.
Die Arbeiter der Venusmuschel-Kooperative von Binh Dai hingegen kämpfen mit den unterschiedlichsten Widrigkeiten. Winzige Baby-Venusmuscheln müssen erst mühsam großgezogen werden. Danach kann man sie nur bei Niedrigwasser ernten, denn die Muscheln verstecken sich im Schlick. Die Kooperative ist mit 400 Leuten bei der Ernte dabei, das Plansoll muss erfüllt werden. Es winkt ein kapitaler Gewinn: Pro Tonne werden 5000 Euro für die Delikatesse bezahlt.
In einem der unzähligen Flussarme des Mekongs ist Vuong Hung Trang, der Chef der Wasserstraßenmeisterei, mit seinen Kollegen auf Patrouille. Sie sind verantwortlich für 18 von mehreren Tausend befahrbaren Flusskilometern. Sie sorgen dafür, dass der Verkehr auf den Wasserstraßen "fließt" und schrubben auch schon mal verschmutzte Verkehrsschilder. Ordnung und Orientierung müssen sein, denn das Delta ist permanent in Bewegung. Steigende Wasserpegel und Unwetter lassen neue Verbindungen zwischen den Flussarmen entstehen, während alte verschwinden. Dann muss die Wasserstraßenmeisterei neu ausschildern, damit die gewohnten Wege im Delta nicht ins Nirgendwo führen.

Thema:

Vietnam - Im Mekongdelta

Das Delta des Mekongs ist der fruchtbare Irrgarten im Süden Vietnams. Dort leben auf einer Fläche, die fast so groß wie die Niederlande ist, etwa 18 Millionen Menschen. Sie siedeln an und auf Meeresarmen und Flussläufen, auf Inseln, Sandbänken und in Mangrovenwäldern. In dem amphibischen Leben geht ohne Boot gar nichts. Der Film zeigt Menschen, die fast niemals festen Boden unter den Füßen haben, bei ihrem geschäftigen Leben. Bei Familie Nguyen beginnt der Tag mit einem Gebet. Die Wassergöttin soll für die Fahrt zum schwimmenden Markt gnädig gestimmt werden. Denn im Mekongdelta lauern viele Gefahren: Strömungen, Sandbänke und die Rushhour, die hier praktisch rund um die Uhr herrscht. Drei Generationen der Familie Nguyen leben auf ihrem Sampan, einem hölzernen Hausboot, das immer mit Obst und Gemüse voll beladen ist. Zum Leben an Bord bleiben nur winzige Nischen. Die fruchtbaren Schwemmlandböden des Mekongdeltas bescheren der Region drei Reisernten jährlich. Madame Dinh Thi Ha, die Herrin des Reiskontors von Cái Bè, schlägt am Tag 100 Tonnen Reis um. Die Ware wird säckeweise angeliefert, unter Aufsicht der rüstigen Chefin von ihren Neffen umgeladen und von Zwischenhändlern weiter transportiert - bis nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon. Wenn alles reibungslos läuft, wischt Madame Dinh am Ende des Tages fröhlich ihr Reislager. Wenn nicht, müssen die Neffen Überstunden machen und kriegen das Taschengeld gekürzt. Reis ist in Vietnam noch immer eine verlässliche Größe für das Einkommen. Die Arbeiter der Venusmuschel-Kooperative von Binh Dai hingegen kämpfen mit den unterschiedlichsten Widrigkeiten. Winzige Baby-Venusmuscheln müssen erst mühsam großgezogen werden. Danach kann man sie nur bei Niedrigwasser ernten, denn die Muscheln verstecken sich im Schlick. Die Kooperative ist mit 400 Leuten bei der Ernte dabei, das Plansoll muss erfüllt werden. Es winkt ein kapitaler Gewinn: Pro Tonne werden 5000 Euro für die Delikatesse bezahlt. In einem der unzähligen Flussarme des Mekongs ist Vuong Hung Trang, der Chef der Wasserstraßenmeisterei, mit seinen Kollegen auf Patrouille. Sie sind verantwortlich für 18 von mehreren Tausend befahrbaren Flusskilometern. Sie sorgen dafür, dass der Verkehr auf den Wasserstraßen "fließt" und schrubben auch schon mal verschmutzte Verkehrsschilder. Ordnung und Orientierung müssen sein, denn das Delta ist permanent in Bewegung. Steigende Wasserpegel und Unwetter lassen neue Verbindungen zwischen den Flussarmen entstehen, während alte verschwinden. Dann muss die Wasserstraßenmeisterei neu ausschildern, damit die gewohnten Wege im Delta nicht ins Nirgendwo führen.



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