mare TV

  • Im Norden von Island: das kleine Fischerstädtchen Siglufjördur. Vergrößern
    Im Norden von Island: das kleine Fischerstädtchen Siglufjördur.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Til
  • Leuchtturm der Insel Grimsey. Nördlichster isländischer Punkt, genau auf dem nördlichen Polarkreis. Vergrößern
    Leuchtturm der Insel Grimsey. Nördlichster isländischer Punkt, genau auf dem nördlichen Polarkreis.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Til
  • In Nordisland lebt man vom Fisch, seit fast 1000 Jahren. Vergrößern
    In Nordisland lebt man vom Fisch, seit fast 1000 Jahren.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Til
  • Siglufjördur im Norden von Island: Vor hundert Jahren das Zentrum des isländischen "Heringsrausches". Vergrößern
    Siglufjördur im Norden von Island: Vor hundert Jahren das Zentrum des isländischen "Heringsrausches".
    Fotoquelle: ZDF/NDR/nonfictionplanet/Til
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
mare TV

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2011
3sat
Mi., 12.12.
17:45 - 18:30


Fernweh pur! Die Reportagereihe nimmt den Zuschauer mit auf Reisen rund um den Globus und erzählt Geschichten über Menschen, Tiere und andere Phänomene rund um die Ozeane und deren Küsten.
Die Isländer leben auf einem Pulverfass: Regelmäßig bebt der Boden, strömt heiße Lava, legen Aschewolken das Leben lahm. Aber die Menschen auf der größten Vulkaninsel der Welt bleiben entspannt.
Sie machen sich die Natur bestens zunutze: Brot aus dem Vulkanbackofen, schmackhafte Möweneier, beheizte Freiluft-Swimmingpools für alle, Strom zum Nulltarif und fröhliche Fischerkinder, die auch im eiskalten Hafenbecken stundenlang planschen, gehören zum Alltag.
"mare TV" erzählt Geschichten aus Islands Norden, wo die Fjorde lang und einsam sind und wo gleich vor der Küste das Polarmeer beginnt.
Mitten im Skagafjördur, einem der größten Fjorde der Region, liegt die Insel Drangey, ein steiler, schroffer Felsen-Brutplatz von Möwen und Papageientauchern. Für die Bewohner des Fjordes waren die Eier der Vögel in harten Jahren oft die letzte Rettung. Auch heute noch machen sich die Eriksons auf zum "Eierklau", ein großes, nicht ganz ungefährliches Familien-Abenteuer auf der Felseninsel.
Weiter im Nordosten von Island, in Myvatn, verwandeln heiße Quellen und Schwefeldämpfe die Landschaft in eine brodelnde Hexenküche. Dagny Hallgrimsdottir hat hier schon als kleines Mädchen "Backe, backe, Kuchen" gespielt. Jetzt macht sie sich jeden Morgen auf den Weg zum Brotbacken in heißer Erde. Eine uralte Methode, simpel aber wirkungsvoll: Dagny hat alte Waschmaschinentrommeln in den Boden eingegraben. Deckel drauf - und fertig ist der Erdofen mit 100 Grad heißem Dampf. So backt sie ein ganz spezielles Brot, das ihr kleines Café in ganz Island bekannt gemacht hat.
Vor 100 Jahren löste die Heringsfischerei im Norden einen regelrechten Fisch-Rausch aus: "Das Silber des Meeres ist Islands Gold", hieß es damals. Heute sind die großen Heringsschwärme längst weg. Fischer wie Sigurdur Oddsson gehen auf Kabeljau- und Schellfischfang. Sigurdur fischt mit "Longlines", 500 Meter langen Köderschnüren. Er findet das Fischen mit der langen Leine fair. "Bei mir haben die Fische die Wahl. Es zwingt sie ja niemand, den Köder zu fressen!" Das Kilogramm Fisch bringt Sigurdur rund 1,50 Euro, aber nach Abzug der Kosten für Kutter, Diesel und Kühlhausgebühren bleibt gerade mal die Hälfte übrig. Jetzt, in der Fangsaison, arbeitet Sigurdur fast Tag und Nacht, denn er muss das Geld für das ganze Jahr verdienen.
Heimir Hardarson hat andere Sorgen. Er kämpft gegen das Abwracken alter Holzboote. Heimirs neuestes Restaurationsprojekt ist der Kutter "Bjössi Sör": Baujahr 1975, solide Eiche, eines der letzten in Island gefertigten Holzexemplare. Sechs Monate lang hat er an dem Kutter gewerkelt, den Motor komplett auseinandergenommen und dem Schiff einen neuen Anstrich verpasst. Jetzt ist endlich der Tag des Stapellaufs gekommen - für die "Bjössi Sör" der zweite Geburtstag.

Thema:

Island am Polarkreis

Die Isländer leben auf einem Pulverfass: Regelmäßig bebt der Boden, strömt heiße Lava, legen Aschewolken das Leben lahm. Aber die Menschen auf der größten Vulkaninsel der Welt bleiben entspannt. Sie machen sich die Natur bestens zunutze: Brot aus dem Vulkanbackofen, schmackhafte Möweneier, beheizte Freiluft-Swimmingpools für alle, Strom zum Nulltarif und fröhliche Fischerkinder, die auch im eiskalten Hafenbecken stundenlang planschen, gehören zum Alltag. "mare TV" erzählt Geschichten aus Islands Norden, wo die Fjorde lang und einsam sind und wo gleich vor der Küste das Polarmeer beginnt. Mitten im Skagafjördur, einem der größten Fjorde der Region, liegt die Insel Drangey, ein steiler, schroffer Felsen-Brutplatz von Möwen und Papageientauchern. Für die Bewohner des Fjordes waren die Eier der Vögel in harten Jahren oft die letzte Rettung. Auch heute noch machen sich die Eriksons auf zum "Eierklau", ein großes, nicht ganz ungefährliches Familien-Abenteuer auf der Felseninsel. Weiter im Nordosten von Island, in Myvatn, verwandeln heiße Quellen und Schwefeldämpfe die Landschaft in eine brodelnde Hexenküche. Dagny Hallgrimsdottir hat hier schon als kleines Mädchen "Backe, backe, Kuchen" gespielt. Jetzt macht sie sich jeden Morgen auf den Weg zum Brotbacken in heißer Erde. Eine uralte Methode, simpel aber wirkungsvoll: Dagny hat alte Waschmaschinentrommeln in den Boden eingegraben. Deckel drauf - und fertig ist der Erdofen mit 100 Grad heißem Dampf. So backt sie ein ganz spezielles Brot, das ihr kleines Café in ganz Island bekannt gemacht hat. Vor 100 Jahren löste die Heringsfischerei im Norden einen regelrechten Fisch-Rausch aus: "Das Silber des Meeres ist Islands Gold", hieß es damals. Heute sind die großen Heringsschwärme längst weg. Fischer wie Sigurdur Oddsson gehen auf Kabeljau- und Schellfischfang. Sigurdur fischt mit "Longlines", 500 Meter langen Köderschnüren. Er findet das Fischen mit der langen Leine fair. "Bei mir haben die Fische die Wahl. Es zwingt sie ja niemand, den Köder zu fressen!" Das Kilogramm Fisch bringt Sigurdur rund 1,50 Euro, aber nach Abzug der Kosten für Kutter, Diesel und Kühlhausgebühren bleibt gerade mal die Hälfte übrig. Jetzt, in der Fangsaison, arbeitet Sigurdur fast Tag und Nacht, denn er muss das Geld für das ganze Jahr verdienen. Heimir Hardarson hat andere Sorgen. Er kämpft gegen das Abwracken alter Holzboote. Heimirs neuestes Restaurationsprojekt ist der Kutter "Bjössi Sör": Baujahr 1975, solide Eiche, eines der letzten in Island gefertigten Holzexemplare. Sechs Monate lang hat er an dem Kutter gewerkelt, den Motor komplett auseinandergenommen und dem Schiff einen neuen Anstrich verpasst. Jetzt ist endlich der Tag des Stapellaufs gekommen - für die "Bjössi Sör" der zweite Geburtstag.



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