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  • Im 19. Jahrhundert wurden die Hortensienbüsche aus Fernost importiert. Das milde Klima und der fruchtbare Vulkanboden tauchen die Azoren jährlich in ein blaues Blütenmeer. Vergrößern
    Im 19. Jahrhundert wurden die Hortensienbüsche aus Fernost importiert. Das milde Klima und der fruchtbare Vulkanboden tauchen die Azoren jährlich in ein blaues Blütenmeer.
    Fotoquelle: NDR/nonfictionplanet/Andreas Bäuerle
  • Die Lava hat auf São Jorge viele Naturschwimmbecken gebildet. Vergrößern
    Die Lava hat auf São Jorge viele Naturschwimmbecken gebildet.
    Fotoquelle: NDR/nonfictionplanet/Florian Melzer
  • Eine Harke dient als Fanggerät für die seltenen Herzmuscheln, die es nur auf São João gibt. Vergrößern
    Eine Harke dient als Fanggerät für die seltenen Herzmuscheln, die es nur auf São João gibt.
    Fotoquelle: NDR/nonfictionplanet/Florian Melzer
  • Auf São Miguel gibt es die einzigen Teeplantagen in ganz Europa. Die Teemanufaktur Chá Gorrena blickt auf eine 130-jährige Familien Tradition zurück. Vergrößern
    Auf São Miguel gibt es die einzigen Teeplantagen in ganz Europa. Die Teemanufaktur Chá Gorrena blickt auf eine 130-jährige Familien Tradition zurück.
    Fotoquelle: NDR/nonfictionplanet/Florian Melzer
  • Die beiden Seen von Lagoa das Sete Cidades sind unterschiedlich gefärbt: der eine blaugrün, der andere grün - ein Naturphänomen durch Lichtreflexion der bewaldeten Kraterwand. Vergrößern
    Die beiden Seen von Lagoa das Sete Cidades sind unterschiedlich gefärbt: der eine blaugrün, der andere grün - ein Naturphänomen durch Lichtreflexion der bewaldeten Kraterwand.
    Fotoquelle: NDR/nonfictionplanet/Andreas Bäuerle
  • Für viele Azorenreisenden die schönste Stadt: Horta auf der Insel Faial. Vergrößern
    Für viele Azorenreisenden die schönste Stadt: Horta auf der Insel Faial.
    Fotoquelle: NDR/Sebastiao da Fonseca
  • Gilt als die "Grüne Insel" der Azoren: Sao Miguel. Vergrößern
    Gilt als die "Grüne Insel" der Azoren: Sao Miguel.
    Fotoquelle: NDR/Sebastiao da Fonseca
  • Für viele Azorenreisenden die schönste Stadt: Horta auf der Insel Faial. Vergrößern
    Für viele Azorenreisenden die schönste Stadt: Horta auf der Insel Faial.
    Fotoquelle: NDR/Sebastiao da Fonseca
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Do., 19.10.
20:15 - 21:00


Tiefschwarze Lavastrände, rauschende Wasserfälle, sattgrüne Wiesen, üppige Hortensienbüsche, azurblaue Kraterseen: Das sind die Azoren, der portugiesische Archipel mitten im Atlantik. Jede der insgesamt neun Inseln schöner und überraschender als die andere. Die Azoren sind regenreich, aber sonnenverwöhnt, ihre Bewohner gelassen. Die Meteorologen meinen, das läge am vielen Grün auf den Inseln und am berühmten Azorenhoch. Bei der Festa de São João auf der Hauptinsel São Miguel ziehen mehr als 20 Marschgruppen singend und tanzend durch die Gassen des Hafenstädtchens Vila Franca do Campo. Alle Teilnehmer hoffen heimlich auf Amors Pfeil. Der heilige São João gibt an diesem Tag nämlich Starthilfe zum Liebesglück. Der Legende nach soll der Name einer Person, den man zuerst während der Feierlichkeiten zu Ohren bekommt, auch der des oder der Zukünftige sein. Madalena Soares und ihre beiden Töchter Patricia und Sonya glauben jedenfalls fest daran. Seit zwei Jahren haben sie ihre eigene Marschgruppe. Kurzerhand wurden dafür Wohnstube und Garage zu Ankleidezimmern umfunktioniert. Im legendären Peter Café Sport auf Faial ist der Segler Joel Mark häufiger Gast. Der selbsternannte "Pirat der Karibik" hat mit einer Nussschale den Atlantik überquert. "Ein Himmelfahrtskommando", findet Sven Junge. Der Skipper aus Hamburg bevorzugt seine edle Jacht. In der Kultkneipe, die auch Postamt ist, treffen Welten unterschiedlicher Menschen aufeinander. Gemeinsam spinnen sie Seemannsgarn. Muscheln sind die Leibspeise des 75-jährigen Antonio Pereira von São Jorge. Besonders die Herzmuschel Cardiidae hat es ihm angetan. In der Lagune der Fajã da Caldeira do Santo Cristo kann man sie finden, direkt vor Antonios Haustür. Allerdings liegt sein kleines Zuhause am Ende der Welt auf einem Lavavorsprung, eingekesselt von hohen Bergen und dem wilden Atlantik. Zu erreichen ist es nur über einen gefährlichen Trampelpfad. Eine der beiden einzigen Teeplantagen Europas befindet sich auf São Miguel. In der mineralhaltigen Lavaerde gedeihen die Teepflanzen besonders gut, auch wegen des feuchtwarmen Meeresklimas. Madalena Motta, die Besitzerin der Plantage Chá Gorreana, ist dennoch höchst aufgeregt, denn die Blätter wachsen viel zu schnell, ihre Arbeiter kommen mit dem Pflücken nicht hinterher. Überall im Zentrum der Insel Saõ Miguel zischen und dampfen Fumarolen, vulkanische Gasaustrittstellen. Der Restaurantbesitzer Marco Arrudas nutzt den über 80 Grad heißen Schwefeldampf in den Erdlöchern zum Kochen. Es gibt Cozido, einen deftigen Fleischeintopf, die Spezialität der Azoren. Marco ist nervös, denn auch bei ihm steht hoher Besuch an: der Bürgermeister hat reserviert. In der Poça da Dona Beija geht es heiß her: Mehr als 38 Grad Celsius hat das Wasser des Thermalbades. Das eisenhaltige Wasser verheißt Schönheit und Jugend, es soll den Körper vor dem "Einrosten" bewahren. Antonio Pinto will es unbedingt einmal testen. Seine Frau ist deutlich jünger als er, da kann ein Bad im Jungbrunnen nicht schaden.

Thema:

Azoren - Das Hoch im Atlantik

Tiefschwarze Lavastrände, rauschende Wasserfälle, sattgrüne Wiesen, üppige Hortensienbüsche, azurblaue Kraterseen: Das sind die Azoren, der portugiesische Archipel mitten im Atlantik. Jede der insgesamt neun Inseln schöner und überraschender als die andere. Die Azoren sind regenreich, aber sonnenverwöhnt, ihre Bewohner gelassen. Die Meteorologen meinen, das läge am vielen Grün auf den Inseln und am berühmten Azorenhoch. Bei der Festa de São João auf der Hauptinsel São Miguel ziehen mehr als 20 Marschgruppen singend und tanzend durch die Gassen des Hafenstädtchens Vila Franca do Campo. Alle Teilnehmer hoffen heimlich auf Amors Pfeil. Der heilige São João gibt an diesem Tag nämlich Starthilfe zum Liebesglück. Der Legende nach soll der Name einer Person, den man zuerst während der Feierlichkeiten zu Ohren bekommt, auch der des oder der Zukünftige sein. Madalena Soares und ihre beiden Töchter Patricia und Sonya glauben jedenfalls fest daran. Seit zwei Jahren haben sie ihre eigene Marschgruppe. Kurzerhand wurden dafür Wohnstube und Garage zu Ankleidezimmern umfunktioniert. Im legendären Peter Café Sport auf Faial ist der Segler Joel Mark häufiger Gast. Der selbsternannte "Pirat der Karibik" hat mit einer Nussschale den Atlantik überquert. "Ein Himmelfahrtskommando", findet Sven Junge. Der Skipper aus Hamburg bevorzugt seine edle Jacht. In der Kultkneipe, die auch Postamt ist, treffen Welten unterschiedlicher Menschen aufeinander. Gemeinsam spinnen sie Seemannsgarn. Muscheln sind die Leibspeise des 75-jährigen Antonio Pereira von São Jorge. Besonders die Herzmuschel Cardiidae hat es ihm angetan. In der Lagune der Fajã da Caldeira do Santo Cristo kann man sie finden, direkt vor Antonios Haustür. Allerdings liegt sein kleines Zuhause am Ende der Welt auf einem Lavavorsprung, eingekesselt von hohen Bergen und dem wilden Atlantik. Zu erreichen ist es nur über einen gefährlichen Trampelpfad. Eine der beiden einzigen Teeplantagen Europas befindet sich auf São Miguel. In der mineralhaltigen Lavaerde gedeihen die Teepflanzen besonders gut, auch wegen des feuchtwarmen Meeresklimas. Madalena Motta, die Besitzerin der Plantage Chá Gorreana, ist dennoch höchst aufgeregt, denn die Blätter wachsen viel zu schnell, ihre Arbeiter kommen mit dem Pflücken nicht hinterher. Überall im Zentrum der Insel Saõ Miguel zischen und dampfen Fumarolen, vulkanische Gasaustrittstellen. Der Restaurantbesitzer Marco Arrudas nutzt den über 80 Grad heißen Schwefeldampf in den Erdlöchern zum Kochen. Es gibt Cozido, einen deftigen Fleischeintopf, die Spezialität der Azoren. Marco ist nervös, denn auch bei ihm steht hoher Besuch an: der Bürgermeister hat reserviert. In der Poça da Dona Beija geht es heiß her: Mehr als 38 Grad Celsius hat das Wasser des Thermalbades. Das eisenhaltige Wasser verheißt Schönheit und Jugend, es soll den Körper vor dem "Einrosten" bewahren. Antonio Pinto will es unbedingt einmal testen. Seine Frau ist deutlich jünger als er, da kann ein Bad im Jungbrunnen nicht schaden.



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