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Einer der aktivsten Vulkane der Welt: Der "Piton de la Fournaise" auf der Insel La Réunion. Vergrößern
Einer der aktivsten Vulkane der Welt: Der "Piton de la Fournaise" auf der Insel La Réunion.
Fotoquelle: NDR/Jörg Hammermeister
Natur+Reisen, Landschaftsbild
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NDR
Do., 15.02.
21:00 - 21:45


La Réunion ist eine paradiesisch schöne Tropeninsel im Indischen Ozean. Sie besteht vor allem aus einem höchst aktiven Vulkan mit dem passenden Namen Piton de la Fournaise . Mehr als einmal im Jahr bricht er aus. Der Vulkanforscher Andrea Di Muro wagt eine riskante Mission: Er lässt sich gleich nach einem solchen Ausbruch vom Helikopter am noch qualmenden Schlot absetzen, um Gas - und Lavaproben zu nehmen. Eigentlich ist La Réunion ein Surfer-Paradies. Doch in den vergangenen Jahren kam es immer häufiger zu Hai-Attacken, einige davon verliefen für die Opfer tödlich. An den meisten Badeplätzen gilt seitdem ein Badeverbot. Die Inselverwaltung verfügt aufwändige Schutzmaßnahmen an den schönsten Stränden. Der erfahrene Surfer Laurant Morel kennt das Risiko. Auch er hat schon Freunde verloren. Doch seine Leidenschaft für das Wellenreiten ist größer als alle Gefahren. Und so steigt er immer wieder aufs Brett. Jedes Jahr ist La Réunion Schauplatz eines extremen Querfeldeinlaufs. Der Grand Raid führt 164 Kilometer durch wildes und unwegsames Inselgebirge. Für die Insulaner ist es die "Diagonale der Verrückten". Einer von ihnen ist noch ein wenig verrückter als alle anderen Teilnehmer. Der über 60-jährige Christophe Barret absolviert die Ultra-Langstrecke in Flip-Flops! In der Kleinstadt Bras-Panon an der Ostküste warten alle auf die Bichiques, die Jungfische der Lippzahngrundeln. Auf ihrem weiten Weg vom Meer zu den Laichplätzen in den Bergen fangen die Fischer sie im Flachwasser mit geflochtenen Fangkörben, den traditionellen Vouves, ab. Und dann wird kräftig gefeiert. Auf dem Höhepunkt des Festes kürt eine Jury das schönste Mädchen der Region zur "Miss Bichique". Sie soll den Fischern Glück bringen. Über rund 40 Kilometer erstreckt sich an der Westküste ein einzigartiges Unterwasserschutzgebiet. Unermüdlich paddelt die Meeresbiologin Tevamie Rungassamy kreuz und quer durch die Lagune: Auf ihrer Patrouille macht sie den Badegästen ebenso charmant wie bestimmt klar, dass sie nicht auf die empfindlichen Korallen treten dürfen. Das Ökosystem ist höchst sensibel. La Réunion ist nicht nur bekannt für die berühmte Bourbonvanille, die hier angebaut und verarbeitet wird; im entlegenen Gebirgsdorf Cilaos wird auch beste französische Winzertradition gepflegt. Im südlichsten Weinanbaugebiet Frankreichs produziert Nono Dijoux edle Gewächse: Pinot Noir und Chenin Blanc. Vielen Dorfbewohnern aber ist sein Spitzenwein zu harmlos. Hobbyweinbauern setzen auf eine verbotene Rebsorte mit dem lieblich klingenden Namen Isabelle. Treffender ist ihr Spitzname "Le vin qui rend fou" (der Wein, der verrückt macht). Er enthält bedenklich viel von der giftigen Chemikalie Methanol. Doch die Bewohner lieben Isabelle so sehr, dass sie sich entspannt über das Anbauverbot hinwegsetzen. Für sie als wahre Nachkommen von Asterix, dem rebellischen Gallier, sind Regeln dazu da, sie zu brechen. Auch das ist eben typisch französisch.

Thema:

La Réunion - Frankreichs Tropenparadies

La Réunion ist eine paradiesisch schöne Tropeninsel im Indischen Ozean. Sie besteht vor allem aus einem höchst aktiven Vulkan mit dem passenden Namen Piton de la Fournaise . Mehr als einmal im Jahr bricht er aus. Der Vulkanforscher Andrea Di Muro wagt eine riskante Mission: Er lässt sich gleich nach einem solchen Ausbruch vom Helikopter am noch qualmenden Schlot absetzen, um Gas - und Lavaproben zu nehmen. Eigentlich ist La Réunion ein Surfer-Paradies. Doch in den vergangenen Jahren kam es immer häufiger zu Hai-Attacken, einige davon verliefen für die Opfer tödlich. An den meisten Badeplätzen gilt seitdem ein Badeverbot. Die Inselverwaltung verfügt aufwändige Schutzmaßnahmen an den schönsten Stränden. Der erfahrene Surfer Laurant Morel kennt das Risiko. Auch er hat schon Freunde verloren. Doch seine Leidenschaft für das Wellenreiten ist größer als alle Gefahren. Und so steigt er immer wieder aufs Brett. Jedes Jahr ist La Réunion Schauplatz eines extremen Querfeldeinlaufs. Der Grand Raid führt 164 Kilometer durch wildes und unwegsames Inselgebirge. Für die Insulaner ist es die "Diagonale der Verrückten". Einer von ihnen ist noch ein wenig verrückter als alle anderen Teilnehmer. Der über 60-jährige Christophe Barret absolviert die Ultra-Langstrecke in Flip-Flops! In der Kleinstadt Bras-Panon an der Ostküste warten alle auf die Bichiques, die Jungfische der Lippzahngrundeln. Auf ihrem weiten Weg vom Meer zu den Laichplätzen in den Bergen fangen die Fischer sie im Flachwasser mit geflochtenen Fangkörben, den traditionellen Vouves, ab. Und dann wird kräftig gefeiert. Auf dem Höhepunkt des Festes kürt eine Jury das schönste Mädchen der Region zur "Miss Bichique". Sie soll den Fischern Glück bringen. Über rund 40 Kilometer erstreckt sich an der Westküste ein einzigartiges Unterwasserschutzgebiet. Unermüdlich paddelt die Meeresbiologin Tevamie Rungassamy kreuz und quer durch die Lagune: Auf ihrer Patrouille macht sie den Badegästen ebenso charmant wie bestimmt klar, dass sie nicht auf die empfindlichen Korallen treten dürfen. Das Ökosystem ist höchst sensibel. La Réunion ist nicht nur bekannt für die berühmte Bourbonvanille, die hier angebaut und verarbeitet wird; im entlegenen Gebirgsdorf Cilaos wird auch beste französische Winzertradition gepflegt. Im südlichsten Weinanbaugebiet Frankreichs produziert Nono Dijoux edle Gewächse: Pinot Noir und Chenin Blanc. Vielen Dorfbewohnern aber ist sein Spitzenwein zu harmlos. Hobbyweinbauern setzen auf eine verbotene Rebsorte mit dem lieblich klingenden Namen Isabelle. Treffender ist ihr Spitzname "Le vin qui rend fou" (der Wein, der verrückt macht). Er enthält bedenklich viel von der giftigen Chemikalie Methanol. Doch die Bewohner lieben Isabelle so sehr, dass sie sich entspannt über das Anbauverbot hinwegsetzen. Für sie als wahre Nachkommen von Asterix, dem rebellischen Gallier, sind Regeln dazu da, sie zu brechen. Auch das ist eben typisch französisch.



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