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Der mittelalterliche Stadtkern von Brügge gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe. Vergrößern
Der mittelalterliche Stadtkern von Brügge gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe.
Fotoquelle: NDR/Michael McGlinn
Natur+Reisen, Landschaftsbild
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NDR
Do., 02.08.
21:00 - 21:45


Belgien nutzt wie kaum ein anderes Land seine kleine Küste: Dort reiht sich ein Badeort an den nächsten, von schick bis schrill. Die Kusttram, die längste Straßenbahnlinie der Welt, bietet die beste Möglichkeit, sich an der Nordsee entlang zu bewegen. 65 Kilometer lang ist die Strecke von Knokke-Heist an der niederländischen Grenze bis De Panne an der französischen, sie fährt jeweils im Zehnminutentakt. Schon seit vielen Jahren arbeitet Katrien Becu als Kusttram-Fahrerin und beantwortet die Fragen ihrer Fahrgäste geduldig in vier Sprachen, allerdings nicht während der Fahrt. In Oostduinkerke gibt es zwei sehr alte und sehr spezielle Fischfangmethoden. Schon seit 400 Jahren gehen bei Niedrigwasser die Paardenvissers, die Pferdefischer, mit ihren Kaltblütern in die Brandung und fangen Krebse. Diese Tradition war fast schon ausgestorben, bis sich Stefaan Hancke zum Geburtstag von seinem Großvater einen Pferdefischerkurs wünschte. Jetzt gibt es wieder mehr als 20 Paardenvissers. Stefaan liefert Krebse sogar an das belgische Königshaus. Noch länger gibt es die Stienesteekers, das sind Frauen in Gummistiefeln und Ölzeug. Wenn ihre Männer auf See sind und die Tide günstig ist, schieben sie ihre in Holzrahmen gespannten Netze durch das Watt. Nur selber kochen würden die Frauen nie, solch "niedere" Tätigkeiten überlassen sie gerne den Männern. Antwerpen ist Belgiens größter Hafen und der Arbeitsplatz von Paul Renders. Er ist Pater auf dem Kirchenschiff "St. Jozef", einem ehemaligen deutschen U-Boot-Versorger. Alle nennen Paul nur Pablo, weil er 20 Jahre in Chile Missionar war. 3.000 Euro muss das schwimmende Gemeindezentrum jeden Monat einbringen, für Pater Pablo heißt das taufen, taufen, taufen. Belgien bietet mehr als Moules frites, nämlich 65 Kilometer Nordseeküste voller Überraschungen.

Thema:

Die belgische Nordseeküste - 65 überraschende Kilometer

Belgien nutzt wie kaum ein anderes Land seine kleine Küste: Dort reiht sich ein Badeort an den nächsten, von schick bis schrill. Die Kusttram, die längste Straßenbahnlinie der Welt, bietet die beste Möglichkeit, sich an der Nordsee entlang zu bewegen. 65 Kilometer lang ist die Strecke von Knokke-Heist an der niederländischen Grenze bis De Panne an der französischen, sie fährt jeweils im Zehnminutentakt. Schon seit vielen Jahren arbeitet Katrien Becu als Kusttram-Fahrerin und beantwortet die Fragen ihrer Fahrgäste geduldig in vier Sprachen, allerdings nicht während der Fahrt. In Oostduinkerke gibt es zwei sehr alte und sehr spezielle Fischfangmethoden. Schon seit 400 Jahren gehen bei Niedrigwasser die Paardenvissers, die Pferdefischer, mit ihren Kaltblütern in die Brandung und fangen Krebse. Diese Tradition war fast schon ausgestorben, bis sich Stefaan Hancke zum Geburtstag von seinem Großvater einen Pferdefischerkurs wünschte. Jetzt gibt es wieder mehr als 20 Paardenvissers. Stefaan liefert Krebse sogar an das belgische Königshaus. Noch länger gibt es die Stienesteekers, das sind Frauen in Gummistiefeln und Ölzeug. Wenn ihre Männer auf See sind und die Tide günstig ist, schieben sie ihre in Holzrahmen gespannten Netze durch das Watt. Nur selber kochen würden die Frauen nie, solch "niedere" Tätigkeiten überlassen sie gerne den Männern. Antwerpen ist Belgiens größter Hafen und der Arbeitsplatz von Paul Renders. Er ist Pater auf dem Kirchenschiff "St. Jozef", einem ehemaligen deutschen U-Boot-Versorger. Alle nennen Paul nur Pablo, weil er 20 Jahre in Chile Missionar war. 3.000 Euro muss das schwimmende Gemeindezentrum jeden Monat einbringen, für Pater Pablo heißt das taufen, taufen, taufen. Belgien bietet mehr als Moules frites, nämlich 65 Kilometer Nordseeküste voller Überraschungen.



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