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Das historische Zentrum von Korfu Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe - auch wegen der vielen Bauten aus der venezianischen Zeit. Vergrößern
Das historische Zentrum von Korfu Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe - auch wegen der vielen Bauten aus der venezianischen Zeit.
Fotoquelle: NDR/nonfictionplanet/Till Lehmann
Natur+Reisen, Landschaftsbild
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Heute
21:00 - 21:45


Korfu war die Lieblingsinsel der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi : mildes Klima, üppige Vegetation, griechische Mythen und dazu die Architektur der Venezianer, heute UNESCO-Weltkulturerbe. Die siebtgrößte Insel Griechenlands liegt südöstlich des italienischen "Stiefelabsatzes" im Ionischen Meer und gehört zu den wohlhabendsten Regionen Griechenlands. Hoch über der Inselhauptstadt thront noch heute der Palast Kaiserin, den sie der griechischen Heldengestalt Achilles widmete. Nicole Tryfona hat ihr Leben etwas ganz anderem gewidmet, dem Langstreckenschwimmen. Damit sammelt sie Spenden für wohltätige Inseleinrichtungen. Ihr großes Ziel: Sie will von Korfu nach Italien schwimmen, nonstop, 110 Kilometer. Doch davor heißt es trainieren. Und das täglich, viele Kilometer rund um Korfu bei 16 Grad Wassertemperatur. Eher gemütlich lassen es die Mitglieder des einzigen Croquetclubs Griechenlands angehen. Das Spiel, bei dem man mit Holzschlägern Bälle mit viel Muße und Präzision durch Tore treibt, ist trotz französischen Ursprungs "very british" und Sammelpunkt für die britische Gesellschaft auf Korfu. Gut 1.000 Briten leben hier. Das erste große Turnier des Jahres steht vor der Tür. Karen Quilter will es unbedingt gewinnen, obwohl die Konkurrenz knallhart wird. Denn rund 30 Spieler kommen extra aus Großbritannien nach Korfu. In der spektakulären Bucht La Grotta treffen sich junge Korfioten zur Mutprobe. Spiros Badios ist der Pionier der Klippenspringer. Erst klettern Spiros und seine Mitstreiter auf den höchstgelegenen Felsen, dann springen sie ins azurblaue Wasser der Grotte. Immer vor Publikum, denn kurz über der Wasseroberfläche hat ein findiger Geschäftsmann eine Bar eröffnet. Bei Ouzo, Retsina und Oliven gibt es für jeden gelungenen Sprung Applaus. Nördlich von Korfu liegen drei kleine Inseln, die "vergessenen" Schwesterinseln. Ein Kapitän mit Versorgungsboot hält die einzige Lebensader von der Hauptinsel Korfu aufrecht: Dimitris Aspiotis. Er bringt Lebensmittel zu den wenigen, übrig gebliebenen Bewohnern, die Post, und ab und zu auch ein paar Tavernengäste. Doch die Überfahrt hat es in sich. Denn wenn wie so oft der Mistral aus Nordwest vom europäischen Festland bläst, wird es ziemlich ungemütlich. Fast nichts ist den Korfioten so wichtig wie Musik. Hier hat sogar jedes Dorf seine eigene Kapelle. Und alle üben sie für den großen Auftritt bei der Zeremonie für den heiligen Spyridon, der Korfu vor der Pest geschützt haben soll. Die Jugendliche Emily Chatziandreou spielt schon seit fünf Jahren im Dorfensemble von Aigos Matheos. Vor den großen Prozessionen ist sie trotzdem immer sehr aufgeregt. Es geht schließlich um den wichtigsten Schutzpatron der Insel.

Thema:

Korfu - Griechenlands grüne Insel

Korfu war die Lieblingsinsel der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, genannt Sisi : mildes Klima, üppige Vegetation, griechische Mythen und dazu die Architektur der Venezianer, heute UNESCO-Weltkulturerbe. Die siebtgrößte Insel Griechenlands liegt südöstlich des italienischen "Stiefelabsatzes" im Ionischen Meer und gehört zu den wohlhabendsten Regionen Griechenlands. Hoch über der Inselhauptstadt thront noch heute der Palast Kaiserin, den sie der griechischen Heldengestalt Achilles widmete. Nicole Tryfona hat ihr Leben etwas ganz anderem gewidmet, dem Langstreckenschwimmen. Damit sammelt sie Spenden für wohltätige Inseleinrichtungen. Ihr großes Ziel: Sie will von Korfu nach Italien schwimmen, nonstop, 110 Kilometer. Doch davor heißt es trainieren. Und das täglich, viele Kilometer rund um Korfu bei 16 Grad Wassertemperatur. Eher gemütlich lassen es die Mitglieder des einzigen Croquetclubs Griechenlands angehen. Das Spiel, bei dem man mit Holzschlägern Bälle mit viel Muße und Präzision durch Tore treibt, ist trotz französischen Ursprungs "very british" und Sammelpunkt für die britische Gesellschaft auf Korfu. Gut 1.000 Briten leben hier. Das erste große Turnier des Jahres steht vor der Tür. Karen Quilter will es unbedingt gewinnen, obwohl die Konkurrenz knallhart wird. Denn rund 30 Spieler kommen extra aus Großbritannien nach Korfu. In der spektakulären Bucht La Grotta treffen sich junge Korfioten zur Mutprobe. Spiros Badios ist der Pionier der Klippenspringer. Erst klettern Spiros und seine Mitstreiter auf den höchstgelegenen Felsen, dann springen sie ins azurblaue Wasser der Grotte. Immer vor Publikum, denn kurz über der Wasseroberfläche hat ein findiger Geschäftsmann eine Bar eröffnet. Bei Ouzo, Retsina und Oliven gibt es für jeden gelungenen Sprung Applaus. Nördlich von Korfu liegen drei kleine Inseln, die "vergessenen" Schwesterinseln. Ein Kapitän mit Versorgungsboot hält die einzige Lebensader von der Hauptinsel Korfu aufrecht: Dimitris Aspiotis. Er bringt Lebensmittel zu den wenigen, übrig gebliebenen Bewohnern, die Post, und ab und zu auch ein paar Tavernengäste. Doch die Überfahrt hat es in sich. Denn wenn wie so oft der Mistral aus Nordwest vom europäischen Festland bläst, wird es ziemlich ungemütlich. Fast nichts ist den Korfioten so wichtig wie Musik. Hier hat sogar jedes Dorf seine eigene Kapelle. Und alle üben sie für den großen Auftritt bei der Zeremonie für den heiligen Spyridon, der Korfu vor der Pest geschützt haben soll. Die Jugendliche Emily Chatziandreou spielt schon seit fünf Jahren im Dorfensemble von Aigos Matheos. Vor den großen Prozessionen ist sie trotzdem immer sehr aufgeregt. Es geht schließlich um den wichtigsten Schutzpatron der Insel.



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