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  • Ingolf Baur mit Wolkenforscherin Prof. Ulrike Lohmann von der ETH Zürich in Davos Vergrößern
    Ingolf Baur mit Wolkenforscherin Prof. Ulrike Lohmann von der ETH Zürich in Davos
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  • Ingolf Baur mit Hugo Raetzo vom BAFU auf der Moosfluh über dem Aletschgletscher Vergrößern
    Ingolf Baur mit Hugo Raetzo vom BAFU auf der Moosfluh über dem Aletschgletscher
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    Ingolf Baur mit David Keith, Harvard University
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    Ingolf Baur und Edda Sif Arradotir auf dem Gelände von Reykjavik Engergy
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    Ingolf Baur mit Hagelflieger Holger Mikoni aus Donaueschingen
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    Ingolf Baur mit Edda Sif Arradotir vom Isländischen Energieversorger Reykjavík Energy
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    Ingolf Baur auf Island
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Report, Infomagazin
nano

Infos
Produktionsland
Deutschland / Österreich / Schweiz
Produktionsdatum
2011
3sat
Di., 13.08.
18:30 - 19:00


Das mehrfach ausgezeichnete Format beschäftigt sich weltweit mit Themen aus Wissenschaft und Technik. Die Bandbreite der Beiträge reicht von evolutionsgeschichtlicher Forschung bis hin zu Alltagsphänomenen.
Der Klimawandel lässt sich allein durch Einsparen von CO2 kaum mehr aufhalten. Forscher setzen daher auf eine radikale, verrückte, vielleicht sogar gefährliche Idee: die Erde gezielt kühlen.
Dazu müssen sie in die geochemischen Kreisläufe der Erde eingreifen, den Planeten umgestalten. Geoengineering nennt sich das. Noch erscheint der Eingriff in die Erdsysteme wie pure Hybris. Aber vielleicht liegt im "weiter wie bisher" die viel größere Gefahr.
In "nano: Die Reparatur der Erde" stellt Ingolf Baur die aussichtsreichsten Projekte der Klimaingenieure vor und diskutiert die Machbarkeit und die Risiken der neuen Technologien. Seine Reise führt ihn zu Forschern in der Schweiz, in Island und in den USA. Und damit zu zwei ganz unterschiedlichen Strategien. Die einen wollen das klimaschädliche CO2 aus der Atmosphäre fischen und in Böden und Ozeanen versenken. Die anderen, und das ist die weitaus umstrittenere Strategie, denken darüber nach, das Sonnenlicht zu dimmen.
Prominentester Vertreter ist David Keith von der Harvard University, USA. Keith will das Potenzial und die Risiken des sogenannten Solar Geoengineerings jetzt nicht mehr nur am Computer ausloten, sondern auch in der Praxis. In einem kleinen Experiment will er untersuchen, was die Freisetzung von Aerosolen wie Schwefelsäure in der Atmosphäre bewirkt. Die Idee dahinter: In großen Mengen versprüht, könnten die Aerosole das einfallende Sonnenlicht zurück ins All reflektieren und so die Erde kühlen.
János Pásztor, Direktor der Carnegie Climate Geoengineering Governance Initiative, begrüßt Projekte wie diese und plädiert generell für mehr Forschung und einen breiten Diskurs in der Gesellschaft. Seine Sorge: Weil Solar Geoengineering im Vergleich zu anderen Methoden billig und einfach umzusetzen ist, könnte irgendjemand auf der Welt einfach damit loslegen - ohne dass die ökologischen Folgen umfassend erforscht worden wären. Kritiker dagegen befürchten, dass Geoengineering als Option und bereits die damit verbundene Forschung vielen als Ausrede dienen könnte. Weil wir auf diese Art bequem am Thermostat der Erde schrauben können, könnte, so ihre Sorge, die Motivation für den unbequemen Weg deutlich schwinden. Sprich: auf erneuerbare Energien umzustellen und so den CO2-Ausstoß radikal zu senken.
"nano: Die Reparatur der Erde" stellt weitere Forscher vor, die sich mit Projekten zur Klimarettung beschäftigen, unter anderen Ulrike Lohmann, ETH Zürich, Schweiz, Edda Aradottir, Reykjavik Energy, Island, und Hugo Raetzo, Bundesamt für Umwelt, Schweiz.

Thema:

Die Reparatur der Erde

Der Klimawandel lässt sich allein durch Einsparen von CO2 kaum mehr aufhalten. Forscher setzen daher auf eine radikale, verrückte, vielleicht sogar gefährliche Idee: die Erde gezielt kühlen. Dazu müssen sie in die geochemischen Kreisläufe der Erde eingreifen, den Planeten umgestalten. Geoengineering nennt sich das. Noch erscheint der Eingriff in die Erdsysteme wie pure Hybris. Aber vielleicht liegt im "weiter wie bisher" die viel größere Gefahr. In "nano: Die Reparatur der Erde" stellt Ingolf Baur die aussichtsreichsten Projekte der Klimaingenieure vor und diskutiert die Machbarkeit und die Risiken der neuen Technologien. Seine Reise führt ihn zu Forschern in der Schweiz, in Island und in den USA. Und damit zu zwei ganz unterschiedlichen Strategien. Die einen wollen das klimaschädliche CO2 aus der Atmosphäre fischen und in Böden und Ozeanen versenken. Die anderen, und das ist die weitaus umstrittenere Strategie, denken darüber nach, das Sonnenlicht zu dimmen. Prominentester Vertreter ist David Keith von der Harvard University, USA. Keith will das Potenzial und die Risiken des sogenannten Solar Geoengineerings jetzt nicht mehr nur am Computer ausloten, sondern auch in der Praxis. In einem kleinen Experiment will er untersuchen, was die Freisetzung von Aerosolen wie Schwefelsäure in der Atmosphäre bewirkt. Die Idee dahinter: In großen Mengen versprüht, könnten die Aerosole das einfallende Sonnenlicht zurück ins All reflektieren und so die Erde kühlen. János Pásztor, Direktor der Carnegie Climate Geoengineering Governance Initiative, begrüßt Projekte wie diese und plädiert generell für mehr Forschung und einen breiten Diskurs in der Gesellschaft. Seine Sorge: Weil Solar Geoengineering im Vergleich zu anderen Methoden billig und einfach umzusetzen ist, könnte irgendjemand auf der Welt einfach damit loslegen - ohne dass die ökologischen Folgen umfassend erforscht worden wären. Kritiker dagegen befürchten, dass Geoengineering als Option und bereits die damit verbundene Forschung vielen als Ausrede dienen könnte. Weil wir auf diese Art bequem am Thermostat der Erde schrauben können, könnte, so ihre Sorge, die Motivation für den unbequemen Weg deutlich schwinden. Sprich: auf erneuerbare Energien umzustellen und so den CO2-Ausstoß radikal zu senken. "nano: Die Reparatur der Erde" stellt weitere Forscher vor, die sich mit Projekten zur Klimarettung beschäftigen, unter anderen Ulrike Lohmann, ETH Zürich, Schweiz, Edda Aradottir, Reykjavik Energy, Island, und Hugo Raetzo, Bundesamt für Umwelt, Schweiz.



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