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  • Bernhard Rübe beim Filmen der versteckten Tierwelt der Kordillere. Vergrößern
    Bernhard Rübe beim Filmen der versteckten Tierwelt der Kordillere.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Gänsegeier beim Fressen eines Schafskadavers. Vergrößern
    Gänsegeier beim Fressen eines Schafskadavers.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Anfang Mai beginnt die Paarungszeit - männliche und weibliche Bären finden sich zusammen. Vergrößern
    Anfang Mai beginnt die Paarungszeit - männliche und weibliche Bären finden sich zusammen.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • In der Kordillere leben etwa 300 Braunbären. Vergrößern
    In der Kordillere leben etwa 300 Braunbären.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Die nordspanische Küste ist eine wilde Landschaft aus Steilklippen, Torbögen und vorgelagerten Inseln. Vergrößern
    Die nordspanische Küste ist eine wilde Landschaft aus Steilklippen, Torbögen und vorgelagerten Inseln.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Der Nationalpark "Picos de Europa" ist das Wahrzeichen der Kordillere. Vergrößern
    Der Nationalpark "Picos de Europa" ist das Wahrzeichen der Kordillere.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Von links: Bernhard Rübe, Bernd Strobel und Dietrich von Richthofen beim Steuern der Kameradrohne. Vergrößern
    Von links: Bernhard Rübe, Bernd Strobel und Dietrich von Richthofen beim Steuern der Kameradrohne.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Der Gebirgszug mit seinen Steilwänden und Schluchten zieht sich über 400 Kilometer entlang der nordspanischen Küste und bietet Lebensraum für die letzten Braunbären Spaniens Vergrößern
    Der Gebirgszug mit seinen Steilwänden und Schluchten zieht sich über 400 Kilometer entlang der nordspanischen Küste und bietet Lebensraum für die letzten Braunbären Spaniens
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Gänsegeier sind in der Kordillere weit verbreitet. Vergrößern
    Gänsegeier sind in der Kordillere weit verbreitet.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Die jungen Bärchen bleiben mehrere Jahre bei der Mutter. Vergrößern
    Die jungen Bärchen bleiben mehrere Jahre bei der Mutter.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
  • Bernhard Rübe auf der Suche nach Atlantischen Lachsen in den Gebirgsbächen der Kordillere. Vergrößern
    Bernhard Rübe auf der Suche nach Atlantischen Lachsen in den Gebirgsbächen der Kordillere.
    Fotoquelle: Bayerischer Rundfunk
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Infos
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2015
BR
Mi., 15.08.
18:45 - 19:30
Spaniens wilder Norden - Im Reich der Bären und Wölfe


Von Stürmen und Regen begleitet, frisst sich der Atlantik seit Jahrmillionen mit geballter Kraft in die nordspanische Landmasse und modelliert die mehrere Hundert Kilometer lange Küstenlinie zu Steilklippen und bizarren Felsformationen. An Land scheint der Ozean in gigantischen Wellen zu Fels erstarrt. Die Kantabrische Kordillere, ein zerklüftetes Faltengebirge, ragt unweit im Landesinneren bis zu 2.600 Meter steil in den Himmel. Wie eine Barriere hält sie die regengesättigten Tiefausläufer aus der Biskaya-Bucht auf ihrem Weg nach Süden zurück. Die nordspanischen Provinzen Kantabrien, Asturien und Galizien sind kühl und feucht, aber grün und wild. Für Kantabrische Bären und Iberische Wölfe ist es der einzig verbliebene große Rückzugsort im westlichen Europa. In den vergangenen Jahren stieg die Bärenpopulation von wenigen Dutzend Individuen wieder auf bis zu 300, die Wolfspopulation hält sich stabil bei etwa 2.000 Tieren. Über mehr als zwei Jahre Drehzeit hinweg ist es Filmemacher Bernhard Rübe und seinem Team gelungen, noch nie gefilmtes Verhalten wilder Kantabrischer Bären in Kinoqualität zu dokumentieren. Wie Bärenmütter ihren Nachwuchs vor den Männchen schützen, wie sie ihre Höhlen polstern, nach Ameisen, Blättern, Früchten und Beeren suchen. Wie sie vom Wintereinbruch überrascht werden. Der Film zeigt, wie sich die Männchen bei der Partnersuche gegenseitig übervorteilen, dabei jedoch alles nach dem Willen des Weibchens geschieht. Aus Sicht eines großen Männchens, eines "alten Kämpfers" mit abgerissenem Ohr, geht die anstrengende Paarungszeit gründlich schief. Das Filmteam konnte festhalten, wie die Verständigung im Wolfsrudel bei Jagd und Jungenaufzucht funktioniert, wie Rangkämpfe ausgefochten werden und wie die Jungen langsam in die Sozialstruktur des Rudels eingeführt werden. Es wird deutlich, dass ein einzelner Wolf bei der Jagd auf Wildtiere kaum eine Chance hat. Es erhärtet sich der Verdacht, dass Wolfsabschüsse den Konflikt zwischen Viehhaltern und Wölfen nicht lösen, sondern vertiefen: Denn werden eingespielte Familienverbände durch das Töten der Elterntiere auseinandergerissen, vermehren sich die Einzelgänger. Die ohne Rudel allerdings keine Jagderfolge haben und deshalb aus der Not heraus Schafe und andere Nutztiere reißen. Mehrere Lösungsansätze für ein nachhaltiges Zusammenleben von Mensch und Wolf werden im Film vermittelt. Um wirksamen Schutz für die Herde zu gewährleisten, müssen die Viehhalter einen Mehraufwand in Kauf nehmen: Sie müssen öfter bei den Tieren bleiben, sie nachts in Stallungen sperren, Zäune errichten, oder Schutzhunde kaufen und trainieren. Dabei werden die Bauern aber finanziell unterstützt. Durch umsichtiges Verhalten und Vorkehrungen geht die Zahl der Viehrisse in den nordspanischen Wolfsgebieten gegen Null - ein Ansporn, Wölfe auch in anderen Teilen Europas wieder willkommen zu heißen.


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