Ob Hindernisse, Nester oder Futterplätze - Fliegen ist die Lebensversicherung der Vögel. Doch über 40 Arten sind zum Laufen zurückgekehrt. Sind sie zu schwer geworden, um abzuheben? Die krähengroßen Kiwis beispielsweise haben mit Sicherheit kein Gewichtsproblem. Was bringt also Vögel dazu, die Lizenz zum Fliegen zurückzugeben? Über 40 Vogel-Arten sind zum Laufen zurückgekehrt - auch wenn sie, wie die Afrikanischen Strauße, noch ansehnliche Federn und Flügel haben. Was hat sie zu diesem Rückschritt bewogen? Oder war der Flugverzicht gar nicht so freiwillig? Sind sie einfach zu schwer geworden, um noch in die Luft zu kommen? Immerhin ist der Strauß mit über zwei Metern Höhe der größte Vogel der Erde, und mit 130 Kilo Gewicht ist jeder Traum vom Fliegen ausgeträumt. Aber es muss mehr dahinterstecken. Die Laufvögel Neuseelands sind klein und leicht. Der flügellose Kiwi etwa wiegt kaum mehr als eine Krähe. Was also bringt einen Vogel dazu, die Lizenz zum Fliegen zurückzugeben - vor allem in der Afrikanischen Savanne, wo die Strauße ihren Lebensraum mit mächtigen Raubkatzen, mit Hyänen und Schakalen teilen. Hier scheint es geradezu selbstmörderisch zu sein, aufs Fliegen zu verzichten - besonders für die kleinen, noch unbeholfenen Küken. Dieses Paradox steht im Mittelpunkt des Films, in dem auf mitfühlende Weise gezeigt wird, wie eine Straußenfamilie allen Gefahren trotzt, aber auch wie sehr das Schicksal der Laufvögel - insbesondere in Neuseeland - von menschlichen Eingriffen in die Natur bestimmt wird.