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  • Gute Idee: Seit es im Klinikum Frankfurt-Höchst einen Ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt, hat sich die Überlastung der Notaufnahme spürbar verringert: 30 Prozent weniger Patienten. Vergrößern
    Gute Idee: Seit es im Klinikum Frankfurt-Höchst einen Ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt, hat sich die Überlastung der Notaufnahme spürbar verringert: 30 Prozent weniger Patienten.
    Fotoquelle: ZDF/Arlette Gruoner
  • So gut wie Ärzte: Am St. James's Hospital in Dublin behandeln die Krankenschwestern Caitriona McGannell (l.) und Valerie Small (r.) einen Bruch. Sie sind besser ausgebildet als ihre Kolleginnen in Deutschland und können so Ärzte entlasten. Vergrößern
    So gut wie Ärzte: Am St. James's Hospital in Dublin behandeln die Krankenschwestern Caitriona McGannell (l.) und Valerie Small (r.) einen Bruch. Sie sind besser ausgebildet als ihre Kolleginnen in Deutschland und können so Ärzte entlasten.
    Fotoquelle: ZDF/Sven Klöpper
  • Verdacht auf Schlaganfall: In die Notaufnahme der Klinik Frankfurt-Höchst wird eine Patientin eingeliefert. Chefarzt der Notaufnahme Dr. Peter-Friedrich Petersen (r.) nimmt sie in Empfang. Vergrößern
    Verdacht auf Schlaganfall: In die Notaufnahme der Klinik Frankfurt-Höchst wird eine Patientin eingeliefert. Chefarzt der Notaufnahme Dr. Peter-Friedrich Petersen (r.) nimmt sie in Empfang.
    Fotoquelle: ZDF/Arlette Gruoner
  • Rettung für die Notaufnahme: Besonders geschulte Krankenschwestern wie Caitriona McGannell (l.) und Valerie Small (r.) dürfen leichte Fälle wie einen Bruch behandeln. So haben die Ärzte am St. James's Hospital in Dublin mehr Zeit für echte Notfälle. Vergrößern
    Rettung für die Notaufnahme: Besonders geschulte Krankenschwestern wie Caitriona McGannell (l.) und Valerie Small (r.) dürfen leichte Fälle wie einen Bruch behandeln. So haben die Ärzte am St. James's Hospital in Dublin mehr Zeit für echte Notfälle.
    Fotoquelle: ZDF/Sven Klöpper
  • Strenge Kontrolle: Im Klinikum Frankfurt-Höchst darf nicht jeder Patient einfach so in die Notaufnahme. Krankenschwester Claudia Wehner und Dr. Peter-Friedrich Petersen schicken Bagatellfälle zu anderen Ärzten. Vergrößern
    Strenge Kontrolle: Im Klinikum Frankfurt-Höchst darf nicht jeder Patient einfach so in die Notaufnahme. Krankenschwester Claudia Wehner und Dr. Peter-Friedrich Petersen schicken Bagatellfälle zu anderen Ärzten.
    Fotoquelle: ZDF/Petra Fleischer
  • Ärzte am Limit: Die Arbeitsbelastung für Dr. Gabriele Groth und Dr. Benjamin Reiter wächst mit der stetig steigenden Zahl von Patienten an Hamburger Notaufnahmen. Jeder Zweite ist ein Bagatellfall, der in einem Krankenhaus fehl am Platz ist. Vergrößern
    Ärzte am Limit: Die Arbeitsbelastung für Dr. Gabriele Groth und Dr. Benjamin Reiter wächst mit der stetig steigenden Zahl von Patienten an Hamburger Notaufnahmen. Jeder Zweite ist ein Bagatellfall, der in einem Krankenhaus fehl am Platz ist.
    Fotoquelle: ZDF/Arlette Gruoner
  • Notfall - ja oder nein? Dr. Benjamin Reiter übergibt einen Patienten an die Notaufnahme Hamburg-Altona. Der Rettungsarzt wird oft zu Bagatellfällen gerufen, die nicht ins Krankenhaus gehören. Vergrößern
    Notfall - ja oder nein? Dr. Benjamin Reiter übergibt einen Patienten an die Notaufnahme Hamburg-Altona. Der Rettungsarzt wird oft zu Bagatellfällen gerufen, die nicht ins Krankenhaus gehören.
    Fotoquelle: ZDF/Arlette Gruoner
Report, Doku-Reihe
plan b

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
Do., 03.01.
04:15 - 04:45
SOS Notaufnahme - Ambulanzen am Limit


Die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser kollabieren. Immer mehr Patienten verstopfen die Wartezimmer. Viele sind kein wirklicher Notfall. Doch sie bringen Ärzte und Pfleger an ihre Grenzen. Jeder Zweite kommt mit einer Bagatelle in die Notaufnahme - oder ruft gar den Rettungswagen nach Hause. Dabei könnte eine Schürfwunde genauso gut in einer Arztpraxis behandelt werden. So sind es inzwischen die Kliniken, die Erste Hilfe brauchen. Wie könnte die aussehen? Um die überfüllte Notaufnahme zu entlasten, testet die Klinik in Frankfurt-Höchst seit Oktober 2017 eine zentrale Anmeldung für alle Patienten. Hier wird gefiltert: Leichte Fälle werden in nahe gelegene Praxen oder zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst geschickt. Als einzige Klinik in Deutschland bietet Frankfurt-Höchst somit rund um die Uhr eine Alternative zur Notaufnahme. Die verzeichnet jetzt 30 Prozent weniger Patienten - eine spürbare Arbeitserleichterung. "Sie behindern nun unsere Abläufe in der Notaufnahme nicht mehr so sehr", sagt Chefarzt Dr. Peter-Friedrich Petersen, "und erlauben es uns, dass wir uns auf die tatsächlichen Notfälle konzentrieren können." Frankfurt-Höchst ist eine Ausnahme. Die Zahl der Patienten in deutschen Notaufnahmen ist in wenigen Jahren um fast zehn Prozent gestiegen. Das bringt Dr. Gabriele Groth, Leiterin der Notaufnahme in der Hamburger Asklepios-Klinik, in Nöte: "Wir sind verpflichtet, jeden Patienten zu behandeln. Das führt zu einem immensen Aufwand und hohen Kosten für uns." Am St. James's Hospital in der irischen Hauptstadt Dublin mussten Patienten früher bis zu 14 Stunden warten. Seit Mitte der 90er Jahre hat sich die Lage entspannt - dank der Krankenschwester Valerie Small. Sie gewann die Ärzte und ihre Krankenhausleitung für ein Experiment, das viele Kliniken in Irland inzwischen übernommen haben, und das auch europaweit Nachahmer findet: das sogenannte ANP-System. Advanced Nurse Practioners sind besonders ausgebildete Pflegekräfte, die Patienten mit leichteren Diagnosen wie Brüchen oder Infektionen selbstständig behandeln und auch Medikamente verschreiben dürfen. "In all den Jahren", sagt Valerie Small, "hat es keinen einzigen Patienten gegeben, der sich statt von mir durch einen Arzt behandeln lassen wollte." So halten die "ANPs" den Notärzten den Rücken frei, damit die sich um die schweren Fälle kümmern können. Auch die Patienten profitieren: Die Wartezeit hat sich drastisch reduziert. Ein Modell auch für Kliniken in Deutschland?


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Report | 23.12.2018 | 19:10 - 19:40 Uhr
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