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  • Georgien ist eines der ärmsten Länder Europas. Aufgrund der zunehmenden Antibiotikaresistenzen schauen viele Mediziner und Patienten inzwischen nach Tiflis. Nirgends sonst auf der Welt gibt es so viele Phagen wie im dortigen Eliava-Institut. Vergrößern
    Georgien ist eines der ärmsten Länder Europas. Aufgrund der zunehmenden Antibiotikaresistenzen schauen viele Mediziner und Patienten inzwischen nach Tiflis. Nirgends sonst auf der Welt gibt es so viele Phagen wie im dortigen Eliava-Institut.
    Fotoquelle: ZDF/Torsten Mehltretter
  • Ekkehard Eichler hat unterschiedliche Phagen mit nach Deutschland bekommen. Die Behandlung verlief bisher erfolgreich. Vergrößern
    Ekkehard Eichler hat unterschiedliche Phagen mit nach Deutschland bekommen. Die Behandlung verlief bisher erfolgreich.
    Fotoquelle: ZDF/Torsten Mehltretter
  • Zusammen mit ihrem Team hat Cassandra Quave bereits ein Mittel gegen MRSA entdeckt. MRSA , Multiresistente Staphylokokken also, sind als sogenannte Krankenhauskeime bekannt geworden. Die Bakterien setzen sich in Wunden fest und sind gegen unterschiedliche Antibiotika resistent. Vergrößern
    Zusammen mit ihrem Team hat Cassandra Quave bereits ein Mittel gegen MRSA entdeckt. MRSA , Multiresistente Staphylokokken also, sind als sogenannte Krankenhauskeime bekannt geworden. Die Bakterien setzen sich in Wunden fest und sind gegen unterschiedliche Antibiotika resistent.
    Fotoquelle: ZDF/Torsten Mehltretter
  • Ekkehard Eichler (M.) ist auf eigene Kosten zur Phagentherapie nach Tiflis gereist. Antibiotikaresistente Keime haben sich in einer OP-Wunde über dem Brustbein festgesetzt. Die Ärzte in Deutschland wollten sein Brustbein entfernen. Vergrößern
    Ekkehard Eichler (M.) ist auf eigene Kosten zur Phagentherapie nach Tiflis gereist. Antibiotikaresistente Keime haben sich in einer OP-Wunde über dem Brustbein festgesetzt. Die Ärzte in Deutschland wollten sein Brustbein entfernen.
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  • Die Ärzte in Tiflis behandeln die Bakterien in Ekkehard Eichlers Wunden mit speziellen Viren, die ganz gezielt bestimmte Keime töten. Bakteriophagen heißen diese Viren, die seit Jahrzehnten erfolgreich in Georgien eingesetzt werden. Vergrößern
    Die Ärzte in Tiflis behandeln die Bakterien in Ekkehard Eichlers Wunden mit speziellen Viren, die ganz gezielt bestimmte Keime töten. Bakteriophagen heißen diese Viren, die seit Jahrzehnten erfolgreich in Georgien eingesetzt werden.
    Fotoquelle: ZDF/Torsten Mehltretter
  • In Deutschland sind Phagentherapien nicht anerkannt. Lebende Viren vereinen sich bisher nicht mit den strengen Zulassungskriterien für neue Medikamente. Vergrößern
    In Deutschland sind Phagentherapien nicht anerkannt. Lebende Viren vereinen sich bisher nicht mit den strengen Zulassungskriterien für neue Medikamente.
    Fotoquelle: ZDF/Torsten Mehltretter
  • Cassandra Quave ist Ethnobotanikern. Sie untersucht Pflanzen, die Medizinmänner und Schamanen zur Heilung ihrer Stammesmitglieder eingesetzt haben, auf mögliche medizinische Wirkmechanismen. Vergrößern
    Cassandra Quave ist Ethnobotanikern. Sie untersucht Pflanzen, die Medizinmänner und Schamanen zur Heilung ihrer Stammesmitglieder eingesetzt haben, auf mögliche medizinische Wirkmechanismen.
    Fotoquelle: ZDF/Torsten Mehltretter
Report, Doku-Reihe
plan b

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
Do., 21.03.
04:25 - 04:55
Heilen ohne Antibiotika - Wie wir in Zukunft Infektionen behandeln können


Immer häufiger kommt es vor, dass Antibiotika nicht mehr wirken. Die Zahl der Todesfälle steigt. Dabei gibt es eine Medizin, die helfen könnte: spezielle Viren, die Keime zerstören. Die sogenannten Bakteriophagen werden in Georgien seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. In Westeuropa kennt man sie dagegen kaum. Die Zeit drängt, denn Antibiotikaresistenzen gelten als eine der größten medizinischen Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Der Brandenburger Ekkehard Eichler ist nach einer Herz-Operation schwer krank. Antibiotikaresistente Krankheitserreger haben sich in der Operationswunde festgesetzt und auch sein Brustbein angegriffen. Die Folge: eine Knochenhautentzündung. In Deutschland gilt er als austherapiert. Die Ärzte raten ihm zu einer Entnahme des Brustbeins, Eichler will das verhindern. Die Suche nach Alternativen führt ihn nach Tiflis in Georgien, am östlichen Rand Europas. Die Behandlung mit den Bakteriophagen ist in Georgien, das früher Teil der Sowjetunion war, altbekannt. Weil viele Staaten des "Ostblocks" lange kaum Zugang zu Antibiotika hatten, waren sie gezwungen, Infektionserkrankungen anders zu bekämpfen. Mit Viren: Im Eliava-Institut in Tiflis haben sie mit dieser Art der Behandlung mehr Erfahrung als an jedem anderen Ort der Welt. In Deutschland versuchen Wissenschaftler, die Phagen aus Tiflis auch für die EU zugänglich zu machen. Kein leichtes Unterfangen, denn die Viren lassen sich mit den bisher gültigen Zulassungsverfahren für neue Arzneimittel nur schwer unter einen Hut bringen. Immerhin: Eine erste Studie ist auf den Weg gebracht. Mikrobiologen vom Leibniz-Institut suchen nach Phagen, die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts aufbereiten und schließlich von Ärzten der Berliner Charité auf deren Wirkungen geprüft werden. Im Verbund wollen die drei renommierten Institute die bürokratischen Hürden überwinden, damit sich auch Patienten in Deutschland schon bald mit Phagen behandeln lassen können.


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