plan b: Die Multi-Kulti-Macher

  • So geht Integration: Wöchentlich treffen sich Stuttgarter unterschiedlichster Herkunft zum Singen im deutsch-arabischen Chor. Vergrößern
    So geht Integration: Wöchentlich treffen sich Stuttgarter unterschiedlichster Herkunft zum Singen im deutsch-arabischen Chor.
    Fotoquelle: ZDF/René Munder
  • Im Stadtteilzentrum "Haus 49" trifft sich der deutsch-arabische Chor wöchentlich zur Probe. Vergrößern
    Im Stadtteilzentrum "Haus 49" trifft sich der deutsch-arabische Chor wöchentlich zur Probe.
    Fotoquelle: ZDF/René Munder
  • Logo "plan b". Vergrößern
    Logo "plan b".
    Fotoquelle: ZDF/Cargolux
  • Bart Somers setzt bei seiner Strategie vor allem auf Begegnung. In der ganzen Stadt schafft er solch kleine Parks, in denen sich die Menschen nach Lust und Laune aufhalten können. Mit diesen Inseln will er Nähe schaffen. Vergrößern
    Bart Somers setzt bei seiner Strategie vor allem auf Begegnung. In der ganzen Stadt schafft er solch kleine Parks, in denen sich die Menschen nach Lust und Laune aufhalten können. Mit diesen Inseln will er Nähe schaffen.
    Fotoquelle: ZDF/Daan Werdefroy
  • Politik trifft auf Migration. Stuttgarts Bürgermeister Werner Wölfle (r.) trifft im "Haus 49" auf Migranten der ersten Stunde. Wölfle, einst Leiter von "Haus 49", trieb die Integration in Stuttgart schon früh voran. Vergrößern
    Politik trifft auf Migration. Stuttgarts Bürgermeister Werner Wölfle (r.) trifft im "Haus 49" auf Migranten der ersten Stunde. Wölfle, einst Leiter von "Haus 49", trieb die Integration in Stuttgart schon früh voran.
    Fotoquelle: ZDF/René Munder
  • Levent Günes ist Mitarbeiter der Abteilung Integration bei der Stadt Stuttgart. Im Kiez erkundigt er sich, wo es Probleme gibt, und holt sich Anregungen, was die Stadt für Migranten tun kann. Vergrößern
    Levent Günes ist Mitarbeiter der Abteilung Integration bei der Stadt Stuttgart. Im Kiez erkundigt er sich, wo es Probleme gibt, und holt sich Anregungen, was die Stadt für Migranten tun kann.
    Fotoquelle: ZDF/René Munder
  • Wohnsilos wie diese Häuserblocks will Mechelens Bürgermeister Bart Somers abreißen. Er sagt, solche Behausungen seien respektlos gegenüber sozial schwächeren Menschen. Und Respekt ist ein Grundpfeiler für eine gelingende Integration, davon ist Somers überzeugt. Vergrößern
    Wohnsilos wie diese Häuserblocks will Mechelens Bürgermeister Bart Somers abreißen. Er sagt, solche Behausungen seien respektlos gegenüber sozial schwächeren Menschen. Und Respekt ist ein Grundpfeiler für eine gelingende Integration, davon ist Somers überzeugt.
    Fotoquelle: ZDF/Daan Werdefroy
  • Bart Somers ist stolz auf das bisher Geleistete. Seit 17 Jahren leitet er die Geschicke der Stadt Mechelen und bekam für seine Integrationsbemühungen 2016 die Auszeichnung "Weltbürgermeister des Jahres". Vergrößern
    Bart Somers ist stolz auf das bisher Geleistete. Seit 17 Jahren leitet er die Geschicke der Stadt Mechelen und bekam für seine Integrationsbemühungen 2016 die Auszeichnung "Weltbürgermeister des Jahres".
    Fotoquelle: ZDF/Daan Werdefroy
Report, Doku-Reihe
plan b: Die Multi-Kulti-Macher

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Sa., 08.12.
08:15 - 08:45
Wie Integration gelingen kann


Mechelen in Belgien hat etwas Außergewöhnliches vollbracht. Dort, wo früher nur Migranten wohnten, ziehen nun wieder Belgier hin, die Straßenkriminalität ist massiv gesunken. "Die Menschen fühlen sich sicher in der Stadt, und deshalb sind sie offener für Integration", meint Bürgermeister Bart Somers. Doch wie hat er das hinbekommen? Was können Städte tun, damit Integration und Sicherheit gleichermaßen funktionieren? Menschen aus 130 Nationen leben in der 90 000-Einwohner-Stadt Mechelen. Mit radikalen Islamisten hat man hier - anders als in der Region drum herum - keine größeren Probleme. Das liegt auch an Bart Somers, der seit 17 Jahren Bürgermeister der Stadt ist. Die Belgier nennen ihn "Mr. Zero Tolerance". Null Toleranz, weil er eine flächendeckende Videoüberwachung installieren ließ und gegen Regelverstöße konsequent vorgeht. Aber auch null Toleranz, weil er bei Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen genauso konsequent ist. Sein Rezept geht auf. In den Schulen lernen die Kinder von Einwanderern und Flüchtlingen wieder gemeinsam mit belgischen Kindern. Stadtteile, in denen früher nur Migranten lebten, werden nun wieder attraktiv für alle, Streetworker kümmern sich um Jugendliche, damit sie den Anwerbeversuchen islamistischer Gruppen widerstehen. Einfach war diese Aufgabe jedoch nie. "An Multi-Kulti muss man arbeiten", weiß Somers, "das ist nicht irgendwann fertig." In Deutschland ist Multi-Kulti vielerorts immer noch schwierig. Stuttgart stellt dabei allerdings eine Ausnahme dar. Schon in den 1970er Jahren, als viele Tausende Gastarbeiter kamen, machte die Stadt vieles anders. Damals wurde eine Belegungsquote im städtischen Wohnungsbau eingeführt, um so Ghetto-Bildung von vornherein zu vermeiden. Ex-Oberbürgermeister Manfred Rommel wollte, dass sich alle in der Stadt als Stuttgarter fühlen, auch diejenigen mit ausländischen Wurzeln. Der Geist von damals weht noch heute durch die Stadt. Davon ist Levent Günes, der in Stuttgart als Sohn türkischer Einwanderer geboren wurde, überzeugt. Die Stadt kümmert sich mit vielen Projekten um das Zusammengehörigkeitsgefühl ihrer Bürger: Vereine, Polizei, soziale Dienste - Integration ist eine Aufgabe, die vielschichtig ist. "plan b" zeigt die verschiedenen Strategien, die Multi-Kulti in Mechelen und Stuttgart zum Erfolg geführt haben.


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