planet e.

  • Auszubildende aus der Job-Corps Weiterbildungsmaßnahme lernen, wie man Gefahrstoffe entsorgt, am Michigan Institut für Weiterbildung und Ausbildung; hier wird gerade geübt, wie man ein rostiges, undichtes Fass in einen Sicherheitsbehälter befördert. Vergrößern
    Auszubildende aus der Job-Corps Weiterbildungsmaßnahme lernen, wie man Gefahrstoffe entsorgt, am Michigan Institut für Weiterbildung und Ausbildung; hier wird gerade geübt, wie man ein rostiges, undichtes Fass in einen Sicherheitsbehälter befördert.
    Fotoquelle: ZDF/imago stock&people
  • Im Kontrollraum der Anlage werden alle Funktionen überwacht. Die beiden Öfen laufen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Mit der Abwärme wird Strom produziert. Vergrößern
    Im Kontrollraum der Anlage werden alle Funktionen überwacht. Die beiden Öfen laufen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Mit der Abwärme wird Strom produziert.
    Fotoquelle: ZDF/Karlo Malmedie
  • In Silos werden die hochgiftigen Filterstäube gesammelt und dann in Untertagedeponien abgelagert. Vergrößern
    In Silos werden die hochgiftigen Filterstäube gesammelt und dann in Untertagedeponien abgelagert.
    Fotoquelle: ZDF/Karlo Malmedie
  • Es gibt 30 Müllverbrennungsanlagen für Sonderabfall in Deutschland. Dabei bleiben große Mengen Kesselrostasche übrig. Etwa 100 000 Tonnen müssen pro Jahr entsorgt werden. Vergrößern
    Es gibt 30 Müllverbrennungsanlagen für Sonderabfall in Deutschland. Dabei bleiben große Mengen Kesselrostasche übrig. Etwa 100 000 Tonnen müssen pro Jahr entsorgt werden.
    Fotoquelle: ZDF/Karlo Malmedie
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    planet e. - Logo
    Fotoquelle: ZDF
Report, Dokumentation
planet e.

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
Mo., 25.06.
04:45 - 05:15
Sondermüllimporte - Deutschlands giftigstes Geschäft


Die Reihe beschäftigt sich mit Themen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei sieht das Konzept nicht vor, nur Probleme anzuprangern, sondern sich auf die Suche nach sinnvollen Lösungsansätzen zu begeben.
Deutschland ist weltweit einer der größten Sondermüllimporteure. Mehrere Millionen Tonnen dieser Abfälle werden jährlich nach Deutschland transportiert, verbrannt und endgelagert.
Wie gefährlich sind die Transporte? Dirk Jansen, Geschäftsführer des BUND NRW, reist quer durch die Republik und begibt sich für "planet e." auf Spurensuche: Wann sind die Importe von Sondermüll sinnvoll, wann sind sie ein ökologisches Problem?
Toxische Filterstäube und giftige Chemikalien: Fast jedes Land der EU exportiert meldepflichtigen Müll nach Deutschland. Auch aus Staaten wie Brasilien oder Ghana wird Sondermüll importiert.
Sondermüll, der nicht recycelt werden kann, aber auch nicht hochtoxisch ist, wird thermisch verwertet. Die Temperaturen sind höher als bei der Verbrennung von Hausmüll. Bei dem Prozess bleiben zwei Rückstände übrig: Schlacken, die gereinigt werden können, und hochgiftige Filterstäube. Dieser toxische Müll muss dauerhaft eingelagert werden, und zwar unterirdisch.
Der Geologe Jürgen Kreusch hält dieses Verfahren für problematisch. Er meint, dass eine sichere Einlagerung nicht garantiert werden könne. Risiken wie Wassereintritt würden überspielt, denn schließlich gehe es hier um viel Geld.
Die Niederlande exportieren die größte Menge Sondermüll nach Deutschland, weil es in unserem Nachbarland weniger Verwertungsanlagen gibt. Die Deponierung hochtoxischer Stoffe unter Tage ist gar nicht möglich - die Niederlande liegen unterhalb des Meeresspiegels. Das Land ist darauf angewiesen, Siedlungs - und Sonderabfälle zu exportieren. Und Deutschland lässt sich dafür gut bezahlen.
Die Abfälle gelangen auf vielen Wegen ins Land. Im Visier des Bundesamts für Güterverkehr sind Lkw auf Autobahnen, die Müll auch illegal ins Land schaffen wollen oder mit falschen Papieren transportiert werden. Laut Gernot Hülser von der Bezirksregierung Münster und Udo Bierholz sind im Schnitt 23 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge zu beanstanden. Die beiden prüfen seit fast 20 Jahren mit Abfällen beladene Lkw.
Dirk Jansen nimmt "planet e." mit zu dem Gelände der Firma S.D.R. Biotec. Das Entsorgungsunternehmen im sächsischen Pohritzsch täuschte offenbar über zehn Jahre lang vor, mit chemischen Prozessen giftigen Müll in harmlosen Abfall umwandeln zu können. Der Giftmüll aus Deutschland, Italien, der Ukraine, Slowenien und Weißrussland soll allerdings zu einem großen Teil auf Altdeponien in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verscharrt worden sein - und zum Teil noch heute dort lagern. Der Fall gilt als einer der größten deutschen Giftmüllskandale.
Wie ein ökologisch sinnvoller Import und eine entsprechende Verarbeitung von Sondermüll funktionieren können, lässt sich in Krautscheid in Rheinland-Pfalz beobachten. In den Fabriken von Johnson Controls wird Blei aus Autobatterien zurückgewonnen. Länder wie Ghana, die keine Möglichkeit haben, wertvolle Metalle wie zum Beispiel Blei, zu recyceln, sollen unterstützt werden. Das Projekt dient der globalen Rückgewinnung strategischer Metalle.


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