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  • Talsperre in Gefahr? Der Staudamm Gebidem unterhalb des Alteschgletschers in der Schweiz. Vergrößern
    Talsperre in Gefahr? Der Staudamm Gebidem unterhalb des Alteschgletschers in der Schweiz.
    Fotoquelle: ZDF/Nikolay Ritzkowsky
  • Wie sicher sind die deutschen Staumauern? Die Ennepetalsperre in Nordrhein-Westfalen bändigt zwölf Millionen Kubikmeter Wasser. Vergrößern
    Wie sicher sind die deutschen Staumauern? Die Ennepetalsperre in Nordrhein-Westfalen bändigt zwölf Millionen Kubikmeter Wasser.
    Fotoquelle: ZDF/Marcel Schmitz
  • Sicherheits-Check unter Tage: Kontrollen im Inneren der Ennepetalsperre in Nordrhein-Westfahlen. Vergrößern
    Sicherheits-Check unter Tage: Kontrollen im Inneren der Ennepetalsperre in Nordrhein-Westfahlen.
    Fotoquelle: ZDF/Marcel Schmitz
  • Dämme für die Ewigkeit: Kann die Staumauer Gebidem in der Schweiz den neuen Gefahren trotzen? Vergrößern
    Dämme für die Ewigkeit: Kann die Staumauer Gebidem in der Schweiz den neuen Gefahren trotzen?
    Fotoquelle: ZDF/Patrick Zeilhofer
  • Bauwerk der Superlative: Bei einem Versagen des Staudamms La Grande Dixence in den Schweizer Alpen droht eine riesige Flutwelle. Vergrößern
    Bauwerk der Superlative: Bei einem Versagen des Staudamms La Grande Dixence in den Schweizer Alpen droht eine riesige Flutwelle.
    Fotoquelle: ZDF/Nikolaj Ritzkowsky
  • Mahner in den Alpen: Der Gletscherforscher Prof. Wilfried Haeberli warnt vor neuen Klimagefahren für die Staudämme. Vergrößern
    Mahner in den Alpen: Der Gletscherforscher Prof. Wilfried Haeberli warnt vor neuen Klimagefahren für die Staudämme.
    Fotoquelle: ZDF/Patrick Zeilhofer
  • Notfallszenarien im Strömungslabor: Dreharbeiten mit Staudamm-Modell an der EPFL Lausanne. Vergrößern
    Notfallszenarien im Strömungslabor: Dreharbeiten mit Staudamm-Modell an der EPFL Lausanne.
    Fotoquelle: ZDF/Patrick Zeilhofer
  • Vermeidbare Staudamm-Katastrophe: 2000 Menschen starben in Vajont, als ein Berghang (links oben) in den Stausee rutschte. Vergrößern
    Vermeidbare Staudamm-Katastrophe: 2000 Menschen starben in Vajont, als ein Berghang (links oben) in den Stausee rutschte.
    Fotoquelle: ZDF/Marcel Schmitz
  • Aus dem Staudamm-Unglück nichts gelernt? 2000 Menschen starben im italienischen Vajont. Das Unglück war abzusehen. Vergrößern
    Aus dem Staudamm-Unglück nichts gelernt? 2000 Menschen starben im italienischen Vajont. Das Unglück war abzusehen.
    Fotoquelle: ZDF/Marcel Schmitz
  • Tür an Tür mit dem Staudamm: In Unterweißbach leben die Menschen mit dem Risiko Talsperre. Vergrößern
    Tür an Tür mit dem Staudamm: In Unterweißbach leben die Menschen mit dem Risiko Talsperre.
    Fotoquelle: ZDF/Marcel Schmitz
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    .
    Fotoquelle: ZDF
Report, Dokumentation
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Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
Altersfreigabe
6+
ZDFinfo
Di., 17.07.
01:05 - 01:50
Talsperren - die unterschätzte Gefahr


Die Reihe beschäftigt sich mit Themen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei sieht das Konzept nicht vor, nur Probleme anzuprangern, sondern sich auf die Suche nach sinnvollen Lösungsansätzen zu begeben.
Talsperren und Staudämme gelten als Jahrhundertbauwerke und als sicher. Doch mit dem Klimawandel und neuen Überschwemmungen drohen Gefahren für die Bauwerke, auch in Europa. Nicht erst nach einem Beinahe-Dammbruch in Kalifornien bewerten Ingenieure und Behörden weltweit die Risiken neu. Sie lassen Mauern verstärken und planen Szenarien für den "Worst Case". Wie sicher sind die meist über 100 Jahre alten Bollwerke hierzulande? Sie sind die Giganten des Ingenieurbaus: Talsperren und Staudämme, die für die Energieerzeugung Flüsse und Seen aufstauen. In den nächsten Jahren stehen sie vor großen Herausforderungen: Der Klimawandel lässt Gletscher schmelzen, sintflutartige Regenfälle sind zu erwarten. Bis zu 500 neue Gebirgsseen sollen allein in der Schweiz entstehen. Die neuen Wassermassen gefährden die Menschen in den Tälern unterhalb der Staumauern. Felsstürze können in den kommenden Jahren sogenannte Schwallwellen auslösen, die tsunamiähnlich bis zum Rhein zu spüren sein könnten, warnt Professor Wilfried Haeberli, einer der renommiertesten Gletscherforscher in Europa. Er sieht die Gefahr, dass künftige Generationen zu wenig für den Erhalt von Talsperren tun. Doch Staudämme müssen laufend überwacht und gewartet werden. So wie die "Grande Dixence" in der Schweiz, mit etwa 285 Metern die höchste Gewichtsstaumauer der Welt, so hoch wie der Eiffelturm. Das Schmelzwasser von 35 Walliser Gletschern rund um Zermatt staut sich vor dem Mammutbauwerk. Dr. Georges Darbre vom Schweizer Umweltministerium hat in den vergangenen Jahren die Betreiber angewiesen, einige Talsperren wegen der Erdbebengefahr baulich zu verstärken. Er verlangt Notfallpläne und Alarmketten. Nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch mit Hinblick auf mögliche Vandalismus- oder Terrorakte. Welche verheerenden Folgen eine Überflutung durch einen Talsperren-See haben kann, zeigt das Unglück von Vajont in den italienischen Alpen, eine der größten Naturkatastrophen, die sich je in Europa ereignet hat. Dort sind 1963 mehr als 25 Millionen Tonnen Wasser über die Mauerkrone geschwappt. Eine 160 Meter hohe Flutwelle stürzte ins Tal, fast 2000 Menschen verloren ihr Leben. "planet e." besucht Micaela Coletti, eine der wenigen Überlebenden. Sie glaubt, dass damals übereifrige Politiker aus Geltungsdrang die Risiken verharmlost haben. Deshalb fordert Micaela mehr Sicherheit für die Staumauern in Europa. Auch in Deutschland gibt es trotz genauer Kontrollen ein Restrisiko: Viele Anlagen sind mehr als 100 Jahre alt. Der beim Bau verwendete Trass-Kalk-Mörtel wurde im Lauf der Jahrzehnte immer weiter ausgewaschen. "Langfristig ein Stabilitätsproblem", sagt Prof. Volker Bettzieche von der Ruhr-Universität Bochum. Den deutschen Talsperrenbetreibern ist das Problem bekannt. Sie haben zusätzliche Betonschichten vergossen, Kontrolltunnel in die Staumauern gezogen und modernste Alarmsysteme installiert. Doch eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Die Autoren Volker Wasmuth und Patrick Zeilhofer fragen in "planet e." nach: Wie sicher sind Europas Talsperren wirklich? Reichen die vorhandenen Alarmsysteme aus? Brauchen wir solche Jahrhundertbauwerke überhaupt? Ist womöglich sogar ein komplettes Umdenken nötig, um die neuen Klimagefahren durch schmelzende Gletscher, Bodenerosion und schwere Unwetter in den Griff zu bekommen?


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