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  • Der indische Bundesstaat Sikkim liegt im Himalaya. Der Kangchendzönga ist mit über 8500 Metern Höhe der dritthöchste Berg der Welt. Vergrößern
    Der indische Bundesstaat Sikkim liegt im Himalaya. Der Kangchendzönga ist mit über 8500 Metern Höhe der dritthöchste Berg der Welt.
    Fotoquelle: ZDF/Berndt Welz
  • Ein Kleinbauer in Sikkim. Für die Umstellung auf Ökolandbau mussten 66 000 Landwirte umgeschult werden. Vergrößern
    Ein Kleinbauer in Sikkim. Für die Umstellung auf Ökolandbau mussten 66 000 Landwirte umgeschult werden.
    Fotoquelle: ZDF/Berndt Welz
  • Ein Wissenschaftler bestäubt eine Kiwi-Blüte am staatlichen Ökoinstitut. Vergrößern
    Ein Wissenschaftler bestäubt eine Kiwi-Blüte am staatlichen Ökoinstitut.
    Fotoquelle: ZDF/Berndt Welz
  • Seit dem 1. April 2018 ist die Einfuhr von konventionellem Gemüse und Obst verboten. Beschlagnahmte Ware wird vergraben und vernichtet. Vergrößern
    Seit dem 1. April 2018 ist die Einfuhr von konventionellem Gemüse und Obst verboten. Beschlagnahmte Ware wird vergraben und vernichtet.
    Fotoquelle: ZDF/Berndt Welz
  • Nahrungsmittel aus Bioproduktion werden weiter verwertet und in Sikkim verkauft. Vergrößern
    Nahrungsmittel aus Bioproduktion werden weiter verwertet und in Sikkim verkauft.
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  • Auf dem Ökomarkt in der Hauptstadt bietet eine Bäuerin ihren selbst gemachten Käse an. Vergrößern
    Auf dem Ökomarkt in der Hauptstadt bietet eine Bäuerin ihren selbst gemachten Käse an.
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  • Temi Tea ist mit 400 Hektar die größte Teeplantage Sikkims. Vergrößern
    Temi Tea ist mit 400 Hektar die größte Teeplantage Sikkims.
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    Auf über 2500 Metern Höhe werden in Sikkim Biokartoffeln angebaut.
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Report, Dokumentation
planet e.

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
Altersfreigabe
6+
ZDF
So., 14.10.
15:25 - 15:55
Die Öko-Rebellen vom Himalaya


Die Reihe beschäftigt sich mit Themen rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Dabei sieht das Konzept nicht vor, nur Probleme anzuprangern, sondern sich auf die Suche nach sinnvollen Lösungsansätzen zu begeben.
Ein kleiner indischer Bundesstaat im Himalaya hat seine Landwirtschaft komplett auf Bio umgestellt. Damit ist er schlagartig zum weltweiten Vorbild geworden.
Im Jahr 2010 rief der Ministerpräsident von Sikkim die "Organic Mission" ins Leben. Seit gut zwei Jahren wird die gesamte landwirtschaftliche Fläche biologisch bewirtschaftet. Wäre das, was im Himalaya funktioniert, auch in Deutschland möglich?
Bio-Lebensmittel boomen. Die Nachfrage steigt stetig. Eine echte Chance für Bauern, auf nachhaltigen Ökolandbau umzusteigen. Könnte man meinen. Aber nur ein paar Prozent der Äcker und Felder hierzulande werden nach Öko-Richtlinien bebaut. Die Folge für die Einzelhändler und Verbraucher: Obst, Gemüse und Getreide müssen aus Spanien, Italien, der Türkei oder sogar aus Übersee importiert werden. Zwar steht im Koalitionsvertrag der neuen Regierung ein anvisiertes Ziel von 20 Prozent Ökolandbau bis 2030. Doch dieses Vorhaben hatte bereits die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 1998 formuliert.
Was in Deutschland nicht funktioniert, wird im 8000 Kilometer weiter östlich gelegenen Sikkim konsequent umgesetzt. "planet e." hat die Bauern und Einwohner des indischen Unionsstaates besucht, die gerade Öko-Geschichte schreiben. Seit zwei Jahren bewirtschaften sie ihre Äcker und Plantagen am Fuße des Himalayas ausschließlich ökologisch. Kardamom, Mais, Reis, Weißkraut und Kartoffeln werden in den Ökomärkten verkauft. Überall wird für die gesunden Lebensmittel aus Bioanbau geworben. Kunstdünger und Pestizide sind verpönt und dürfen nicht eingeführt werden. Wer dagegen verstößt, wird wie ein Drogendealer behandelt.
Sikkim entwickelt sich zum Musterland für den Wandel zu einer naturnahen Landwirtschaft. Um die eigenen Biobauern und Verbraucher zu schützen, hat die Regierung Sikkims sogar konventionell produziertes Gemüse mit einem Importverbot belegt. In der Praxis bedeutet das, dass die Behörden befugt sind, mit Pestiziden verunreinigtes Gemüse und Obst zu vergraben und zu vernichten. Ein Albtraum für die Hersteller von Kunstdünger und Pestiziden. Agrochemieriesen wie Bayer oder BASF sind in Sikkim nicht erwünscht.
Deutschland dagegen, Vorreiter in der Ökobewegung in den 1980er Jahren, ist weit davon entfernt, seinen Bedarf an ökologischen Nahrungsmitteln zu decken. Kritiker werfen der Regierung Halbherzigkeit und eine zu große Abhängigkeit von den Lobbyisten der agrochemischen Industrie und der Bauernverbände vor. Die Rahmenbedingungen für Landwirte, die ihre Höfe naturnah bewirtschaften wollen, sind denkbar schlecht. Wie kann Deutschland vom fernen Sikkim lernen?


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