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Talk, Gesellschaft und Soziales
scobel

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
3sat
Do., 23.08.
21:00 - 22:00


Moderator Gert Scobel spricht im Studio mit Experten über ausgewählte Themen aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft. Zu den jeweiligen Schwerpunkten werden außerdem redaktionelle Beiträge gezeigt.
Hormone sind Taktgeber unseres Lebens. Sie läuten Lebensphasen wie Pubertät oder Menopause ein und steuern deren Verlauf. Sie beeinflussen Stoffwechsel, Stimmungen, sogar unser Wesen.
Doch haben wir sie ganz verstanden? Hormone werden auch therapeutisch eingesetzt - etwa bei bestimmten Krebserkrankungen. Dabei ist das Wissen über Hormone, ihre Steuerung durch das Gehirn und ihr Einfluss auf den Organismus längst noch nicht komplett.
Hormonähnliche Stoffe aus der Umwelt stören diese Wechselwirkungen obendrein.
Wasserbüffel haben keine Stresshormone. Als im Mai 2018 ein paar ausgebüxte Exemplare die A3 für mehrere Stunden blockierten, ließen sich die Büffel durch anrückende Polizei, Feuerwehr und andere Rettungskräfte nicht aus der Ruhe bringen und blieben, wo sie waren.
Beim Menschen sieht das ganz anders aus: Hormone steuern unser Leben in den großen Phasen der Entwicklung und in den kleinen des Alltags: Erwachsen werden, Altern, Stress, Glück, Zufriedenheit, Liebe, Aggression - alles ohne Hormone nicht denkbar.
Ganz erforscht sind die komplexen Botenstoffe noch nicht. Oxytocin, das Hormon, das für mütterliche Gefühle und Bindungsfähigkeit zuständig ist, soll als Medikament bei Autismus helfen. Wie genau und in welcher Dosierung, ist noch unklar. Auch andere Hormone wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und seine Wirkung bei neurosensorischen Erkrankungen stehen im Mittelpunkt der Forschung.
Doch nicht nur die körpereigenen Hormone bestimmen unser Leben: Seit etwa 50 Jahren bemerken Forscher, dass sich Umweltgifte negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit von Tieren auswirken. Dasselbe gilt auch für Menschen: Stoffe wie Bisphenol A oder DDT wirken im menschlichen Organismus wie Hormone. Sie könnten - schon in geringster Dosis - die Ursachen für verfrühte Pubertät, Fettleibigkeit bei Jugendlichen, zu früh einsetzende Wechseljahre oder gar das generelle Absinken des Intelligenzquotienten sein. Durch das komplexe Wechselspiel des Hormonhaushalts sind diese Auswirkungen noch längst nicht ausreichend erforscht.
Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen die Rolle der Hormone als Taktgeber unseres Lebens.

Thema:

Im Takt der Hormone

Hormone sind Taktgeber unseres Lebens. Sie läuten Lebensphasen wie Pubertät oder Menopause ein und steuern deren Verlauf. Sie beeinflussen Stoffwechsel, Stimmungen, sogar unser Wesen. Doch haben wir sie ganz verstanden? Hormone werden auch therapeutisch eingesetzt - etwa bei bestimmten Krebserkrankungen. Dabei ist das Wissen über Hormone, ihre Steuerung durch das Gehirn und ihr Einfluss auf den Organismus längst noch nicht komplett. Hormonähnliche Stoffe aus der Umwelt stören diese Wechselwirkungen obendrein. Wasserbüffel haben keine Stresshormone. Als im Mai 2018 ein paar ausgebüxte Exemplare die A3 für mehrere Stunden blockierten, ließen sich die Büffel durch anrückende Polizei, Feuerwehr und andere Rettungskräfte nicht aus der Ruhe bringen und blieben, wo sie waren. Beim Menschen sieht das ganz anders aus: Hormone steuern unser Leben in den großen Phasen der Entwicklung und in den kleinen des Alltags: Erwachsen werden, Altern, Stress, Glück, Zufriedenheit, Liebe, Aggression - alles ohne Hormone nicht denkbar. Ganz erforscht sind die komplexen Botenstoffe noch nicht. Oxytocin, das Hormon, das für mütterliche Gefühle und Bindungsfähigkeit zuständig ist, soll als Medikament bei Autismus helfen. Wie genau und in welcher Dosierung, ist noch unklar. Auch andere Hormone wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und seine Wirkung bei neurosensorischen Erkrankungen stehen im Mittelpunkt der Forschung. Doch nicht nur die körpereigenen Hormone bestimmen unser Leben: Seit etwa 50 Jahren bemerken Forscher, dass sich Umweltgifte negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit von Tieren auswirken. Dasselbe gilt auch für Menschen: Stoffe wie Bisphenol A oder DDT wirken im menschlichen Organismus wie Hormone. Sie könnten - schon in geringster Dosis - die Ursachen für verfrühte Pubertät, Fettleibigkeit bei Jugendlichen, zu früh einsetzende Wechseljahre oder gar das generelle Absinken des Intelligenzquotienten sein. Durch das komplexe Wechselspiel des Hormonhaushalts sind diese Auswirkungen noch längst nicht ausreichend erforscht. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen die Rolle der Hormone als Taktgeber unseres Lebens.



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