scobel

Talk, Gesellschaft und Soziales
scobel

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2010
3sat
Do., 04.10.
21:00 - 22:00


Moderator Gert Scobel spricht im Studio mit Experten über ausgewählte Themen aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft. Zu den jeweiligen Schwerpunkten werden außerdem redaktionelle Beiträge gezeigt.
Der Bundesgesundheitsminister hat 13 000 Pflegekräfte zugesagt - nicht genug. Mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Die Gesellschaft muss umdenken.
Modelle gibt es, wie können sie umgesetzt werden? Gert Scobel diskutiert mit Bernhard Emunds, Sozialökonom und Ethiker, und weiteren Gästen über die Zukunft der Pflege und das nötige Umdenken in der Gesellschaft.
Pflege gehört auf die Agenda der Gesellschaft. Es kann nicht sein, dass Pflegeberufe schlecht bezahlt und angesehen sind. Respekt und Bewusstsein müssen geschaffen werden. Strukturelle Veränderungen sind notwendig.
In der Pflege liegt einiges im Argen. Die Lebenserwartung steigt, neurosensorische Erkrankungen nehmen zu. Es fehlen Pflegekräfte in den Krankenhäusern, im stationären Bereich der Altenpflege und auch im häuslichen Bereich. Die Belastung für Pflegekräfte wächst stetig - viele Menschen können ihren Beruf wegen der enormen psychischen und physischen Belastung nur in Teilzeit ausüben.
Pflegeberufe leiden unter schlechtem Ansehen, vermeintlich schlechten Aufstiegschancen und schlechter Bezahlung. Dort muss ein Umdenken entstehen - Ansätze in der Ausbildung und ihrer Finanzierung, in der Wertschätzung und der Praxis. Stichworte wie andere Stellenschlüssel oder Personaluntergrenzen müssen diskutiert und womöglich gesetzlich festgelegt werden.
Die Pflegegesetzgebung setzt die Prämisse, häusliche Pflege vor stationärer Pflege zu fördern. Was für die Betroffenen positiv klingt, lässt eine Hinterbühne entstehen: Pflegekräfte aus Osteuropa ziehen in die Familien und arbeiten oft unreguliert rund um die Uhr.
Pflege fängt - zumindest was Altenpflege betrifft - längst vor dem Altenheim an. In anderen europäischen Staaten beginnt Alltagshilfe viel früher, mit niedrigen Hemmschwellen und kommunal organisiert. Auch in der Bundesrepublik sind solche Modelle vorhanden - aber was fehlt, damit sie Schule machen?

Thema:

Die Pflege-Agenda

Der Bundesgesundheitsminister hat 13 000 Pflegekräfte zugesagt - nicht genug. Mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Die Gesellschaft muss umdenken. Modelle gibt es, wie können sie umgesetzt werden? Gert Scobel diskutiert mit Bernhard Emunds, Sozialökonom und Ethiker, und weiteren Gästen über die Zukunft der Pflege und das nötige Umdenken in der Gesellschaft. Pflege gehört auf die Agenda der Gesellschaft. Es kann nicht sein, dass Pflegeberufe schlecht bezahlt und angesehen sind. Respekt und Bewusstsein müssen geschaffen werden. Strukturelle Veränderungen sind notwendig. In der Pflege liegt einiges im Argen. Die Lebenserwartung steigt, neurosensorische Erkrankungen nehmen zu. Es fehlen Pflegekräfte in den Krankenhäusern, im stationären Bereich der Altenpflege und auch im häuslichen Bereich. Die Belastung für Pflegekräfte wächst stetig - viele Menschen können ihren Beruf wegen der enormen psychischen und physischen Belastung nur in Teilzeit ausüben. Pflegeberufe leiden unter schlechtem Ansehen, vermeintlich schlechten Aufstiegschancen und schlechter Bezahlung. Dort muss ein Umdenken entstehen - Ansätze in der Ausbildung und ihrer Finanzierung, in der Wertschätzung und der Praxis. Stichworte wie andere Stellenschlüssel oder Personaluntergrenzen müssen diskutiert und womöglich gesetzlich festgelegt werden. Die Pflegegesetzgebung setzt die Prämisse, häusliche Pflege vor stationärer Pflege zu fördern. Was für die Betroffenen positiv klingt, lässt eine Hinterbühne entstehen: Pflegekräfte aus Osteuropa ziehen in die Familien und arbeiten oft unreguliert rund um die Uhr. Pflege fängt - zumindest was Altenpflege betrifft - längst vor dem Altenheim an. In anderen europäischen Staaten beginnt Alltagshilfe viel früher, mit niedrigen Hemmschwellen und kommunal organisiert. Auch in der Bundesrepublik sind solche Modelle vorhanden - aber was fehlt, damit sie Schule machen?



Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

BR Allgemeinmotiv zur Sendung "nacht:sicht": Tisch mit Wein, Snacks und Blume.

nacht:sicht

Talk | 23.10.2018 | 23:25 - 23:55 Uhr
5/501
Lesermeinung
3sat Gert Scobel

scobel

Talk | 25.10.2018 | 21:00 - 22:00 Uhr
3.44/5032
Lesermeinung
News
"Wenn ich am nächsten Tage arbeite, lerne ich abends Texte und gehe früh schlafen": Schauspielerin Arzu Bazman hat ihre Prinzipien.

Sie ist Deutschlands gefragteste TV-Krankenschwester: Nun mischt Arzu Bazman auch beim entsprechende…  Mehr

Sandra Maischberger empfängt mittwochs Gäste zum Talk.

Die öffentlich-rechtlichen Sender setzen voll auf ihre Talkshows. Regelmäßig werden Polit-Talks ausg…  Mehr

"Vorsicht, Falle!": Rudi Cerne warnt in seinem neuen Format vor Betrügern. Die ZDF-Sendung startet am Samtag, 3. November, 15.15 Uhr.

In der ZDF-Sendung "Vorsicht, Falle!" warnt Rudi Cerne vor Betrügern. Auch er selbst ist schon mal a…  Mehr

Am 5. November (18 Uhr) startet die 44. Staffel der ZDF-Serie "SOKO München". Dafür kehrt die erste TV-Kommissarin Deutschlands, Ingrid Fröhlich (links) zurück. Neu im Ermittlerteam ist ab Januar 2019 Mersiha Husagic (rechts).

Auch nach 43 Staffeln und über 600 Folgen geht es für den ZDF-Dauerbrenner "SOKO München" weiter. Wa…  Mehr

Christoph Hohl (l.) und Frank Steinmetz aus Frankfurt a. Main präsentieren den Löwen "Curaluna" einen Windelsensor.

Die Investoren bekommen es in Folge acht mit gleich zwei Produkten zu tun, die sich um – nun ja – me…  Mehr