Tonis (Marie Bäumer) Leben gerät jäh aus seinen gelenkten Bahnen, als bei ihr Burnout diagnostiziert wird und sie sich daraufhin in Therapie begibt.

Arbeiten bis der Arzt kommt - dieses Sprichwort wird zur bitteren Wahrheit für die passionierte Meeresbiologin Toni. Sie setzt all ihr Herzblut in ihre Forschung - und fatalerweise auch all ihre Kraft. Zumindest bis ihr Körper der großen Belastung eines Tages nicht mehr standhält und die Karrieristin in Ohnmacht fällt. Nachdem klar ist, dass ihr Ausfall auf einen Burnout zurückzuführen ist, begibt sie sich zur Behandlung in eine Klinik. Dort unterschätzt sie ihr Leiden jedoch zunächst und sperrt sich gegen die Therapie. Im Laufe der Zeit stellt sie sich aber ihrem Problem.

Mit viel Tiefsinn

Regisseur Urs Egger ("Wolfsfährte", "Das andere Kind") inszenierte in seiner Romanadaption mit viel Feingefühl die Geschichte einer Frau, die sich auf einmal neu erfinden muss. Zugleich kritisiert er unterschwellig die Folgen der modernen Leistungsgesellschaft, indem er eine Krankheit in den Fokus rückt, deren Zahl der Betroffenen in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist. Mittlerweile leiden etwa 26 Prozent der Deutschen unter einem Burnout, welcher sich in starker geistiger, seelischer sowie körperlicher Erschöpfung äußert und mitunter zu Depressionen führen kann. Als besonders gefährdet gelten diejenigen, die sich hauptsächlich über ihre Arbeit definieren und keinen privaten Ausgleich zu ihrem Stress haben, wie auch bei der Protagonistin des Spielfilms.