Im Leben von Hans (Herbert Knaup) läuft schon lange nichts mehr rund. Unverhofft kommt für ihn die Wendung, als er ein Baby findet und bei sich aufnimmt.

Hans Scholz wird vom Pech verfolgt. Nach seiner Scheidung lebt er ohne Job und Aufgabe in einer schäbigen Wohnung. Das soll sich ändern, als er eines Tages bei den Müllcontainern einen Säugling findet. Anstatt das Mädchen, das er Felizia tauft, den Behörden zu übergeben, nimmt er die Kleine bei sich auf. Er ist zunächst mit dem unerwarteten Familienzuwachs überfordert, aber dank einiger eingeweihter Bekannter erhält er die benötigte Hilfe. Nicht nur Felizia geht es gut, auch Hans entwickelt neue Lebensfreude, weil er sich seit Langem wieder gebraucht fühlt. Als aber die Polizei nach dem Baby sucht und dessen Mutter Veronika Kelber (Alice Dwyer) wegen angeblicher Kindstötung angeklagt wird, steht er vor einer schweren Entscheidung.

Realitätsnahe Inszenierung

Michael Verhoevens Umsetzung des gleichnamigen Romans von Steven Uhly mag märchenhaft anmuten: Ein arbeitsloser, fast schon verwahrloster Mann findet ein Baby im Müll und rettet damit nicht nur das Leben des Neugeborenen, sondern auch sein eigenes. Der Stoff bietet Potential für eine Menge Kitsch, doch der Filmemacher inszeniert die Geschichte besonders realitätsnah. Zwar verpasst er es, besonders tief in die Materie einzutauchen und beispielsweise die Motive der Mutter, die ihr Kind hilflos zurücklässt, zu hinterfragen, dennoch ist mit "Glückskind" ein Wohlfühlfilm entstanden, der das Gute im Menschen zeigt.