Die Frankfurter Kommissare Goster (Bruno Cathomas) und Klost (Julia Riedler) ermitteln in einem dubiosen Mordfall, der vor allem Goster seine Grenzen aufzeigt.

In seinem Thriller stellt Regisseur Didi Danquart die These "Nicht Waffen töten Menschen, Menschen töten Menschen" auf den Kopf: Denn Kommissar Goster ermittelt in Frankfurt in einer Reihe mysteriöser Fälle, in denen Schusswaffen scheinbar von alleine losgingen, was wiederum für einige bizarre Tode sorgt. Mithilfe seiner Kollegin Hannelore Klost geht der einzelgängerische Goster dem Spuk auf den Grund und ruft mit seinen wilden Theorien insbesondere bei seinen Vorgesetzten Unverständnis hervor - denn diese sehen lediglich einen paranoiden Polizisten, der seit einem Herzinfarkt von Gedächtnislücken gestraft wird und generell einen verwirrten Eindruck hinterlässt.

Realfilm trifft auf Comic

Regisseur Danquarts Werk hebt sich dankbar von der Thriller-Masse ab, denn es handelt sich dabei nicht um eine pure Realverfilmung - immer wieder auftauchende Comic-Sequenzen führen zusätzlich durch die Geschichte. Das sorgt nicht nur für Auflockerung im straffen Handlungsstrang, sondern fand auch Anklang bei Kritikern - ob unfreiwillig oder nicht erinnert die Inszenierung dadurch auch an Quentin Tarantinos "Kill Bill", in dem dieses Stilmittel ähnlich eingesetzt wurde. Nach dem 2015 erschienenen szenischen Drama "Die Antrittsvorlesung" ist "Goster", das ein Jahr später veröffentlicht wurde, Danquarts zweites Werk, das auf einer Vorlage des Theater-Autoren Gerd Zahner basiert.