Pierre (Stanislas Merhar) und Manon (Clotilde Courau) sind seit Jahren eingespieltes Team. Dann stellen sie ihre Liebe mit einer Affäre auf eine harte Probe.

Manon ist eine feste Stütze im Leben ihres Mannes Pierre - allerdings scheint der ambitionierte Dokumentarfilmer das kaum mehr zu merken. Zu sehr ist er vertieft in seine Arbeit an einem seit einiger Zeit andauernden Projekt über einen alten Mann und in seine Affäre mit der Praktikantin Elisabeth (Lena Paugam). Diese ist es auch, die herausfindet, dass auch Manon Pierre betrügt. Er ist tief getroffen und konfrontiert Manon mit den Anschuldigungen. Als sich herausstellt, dass Manon schon lange von der Liaison ihre Mannes weiß, kommt es zwischen den Eheleuten zum großen Krach. Beide stehen am Scheideweg ihrer Beziehung und müssen klären, wie es weitergehen soll.

Beeindruckender Independentfilm

Blickt man auf das Schaffen des Franzosen Philippe Garrel, so ist "Im Schatten der Frauen" ein für ihn sehr typisches Werk. Wie so viele seiner Vorgänger dreht es sich um die Liebe und das Filmemachen. Auch bei der Technik hält sich Garrel wie üblich an das 35-Millimeter-Format und setzt auf Schwarz-Weiß. Dennoch bedeutet das nicht, dass das Drama ein einfacher Abklatsch vorheriger Filme ist. Die beschwingten Bilder schaffen eine Leichtigkeit, die im Kontrast zu der Tristesse steht, die sich über die Beziehung der Protagonisten gelegt hat. Besonders der unterschiedliche Umgang der Geschlechter mit dem Liebesreigen sorgt für ein Werk mit Tiefgang.