Paul Krüger (Horst Krause) muss in dieser Multi-Kulti-Komödie von Marc-Andreas Bochert seine eigenen, eingefahrenen Vorurteile überdenken.

Der verbitterte Witwer Paul Krüger kommt mit Veränderungen überhaupt nicht klar. Wie seine Stammtischfreunde auch hält er von dem neuen Multi-Kulti in seinem Berliner Bezirk überhaupt nichts. Deswegen fällt er auch aus allen Wolken, als seine Enkelin Annie (Anna Unterberger) ihm von ihrer bevorstehenden Hochzeit mit dem Türken Deniz (Karim Günes) berichtet. Prompt macht er sich auf den Weg in die Türkei, um ihr diese Flausen auszutreiben. Dort macht sich Paul nach einem Streit mit Annie allein auf, um die Umgebung zu erkunden - und geht verloren. Seine Rettung taucht in Gestalt von Ahmed (Ramin Yazdani) auf, der ihn gastfreundlich in seiner großen Familie aufnimmt und Zuflucht gewährt. Diese und andere Begegnungen lassen Paul sein Weltbild komplett überdenken.

Der eigenbrötlerische Kommissar

Der 1941 geborene Schauspieler Horst Krause wurde einem breiten Publikum in der Krimireihe "Polizeiruf 110" bekannt, in der er den brandenburgischen Ermittler spielte, der den gleichen Namen trägt wie sein Darsteller. Seit 2007 entstehen vom "Polizeiruf" separierte Folgen mit dem Dorfpolizisten, angefangen von "Krauses Fest" (2007) bis zum jüngsten Film "Krauses Geheimnis" (2014). Dass die Hauptfigur dabei den gleichen Namen trägt wie der Schauspieler, ist ein Novum und geht auf Regisseur Bernd Böhlich zurück, für den die Figur einfach wie ein "Krause" aussah.