Sagen über alte Geister? Alles Humbug, glaubt zumindest Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann), der Besuch von einem alten Wikinger bekommt.
Dieses Schreckgespenst wird von den Schwanitzern der "wilde Sven" genannt und soll angeblich vor 100 Jahren gestorben sein, indem Fischer ihn ertränkten, um sein Wüten zu beenden. Der Legende zufolge steigt der Wikinger alle sieben Jahre aus seinem nassen Grab und macht sich auf die Suche nach den Nachkommen seiner Mörder. Nun ist es wieder so weit, was allgemeine Panik und Angst hervorruft. Nur Tierarzt Hauke gibt nichts auf diese Schauermärchen - bis plötzlich ein Mann in seinem eigenen Bett ertrunken zu sein scheint. Gemeinsam mit der ortsansässigen Ordnungshüterin Lona Vogt (Henny Reents) geht der ehemalige Polizist dem Geheimnis auf die Spur. Schließlich muss hinter dem Fall eine logische Erklärung stecken - oder doch nicht?
Die Mischung macht's
Das Konzept des zweiten Ablegers der "Nord bei Nordwest"-Reihe baut wie bei seinem Vorgänger auf eine Mischung aus Krimi und Komödie. Regisseur Jochen Alexander Freydank war da eine gute Wahl, da er bereits jeweils einen "Tatort" für das saarländische Duo Kappl und Deininger sowie mit den Münchnern Batic und Leitmayr inszenierte und auch Erfahrung mit humorvollen Filmen aufweisen kann. In seinem Repertoire befindet sich unter anderem "Glückliches Ende" (2000), welcher bereits mit dem einletenden Satz "Das Leben verdient sich den Tod" makabren Witz an den Tag legt. Dieser Humor ist auch bei dieser Episode der Krimireihe gefordert.