Die Sendung erklärt, wie es zu dem massiven Zahlungsrückstand vieler Privathaushalte kam und wie man das Anhäufen eines Schuldenbergs am besten verhindern kann.

Die Finanzkrise traf 2008 nicht nur die verschiedenen Staatsapparate und Banken, sondern vor allem auch private Haushalte. Von rund 80 Millionen Einwohnern steckte in Deutschland laut "SchuldnerAtlas" im Jahr 2016 jeder zwölfte im sprichwörtlichen Treibsand fest: Kein Entkommen vor den roten Zahlen auf dem Konto, die bis in die Zehntausende reichten - lediglich ein Abwärtstrend war zu verzeichnen. Doch nicht nur hierzulande waren die Menschen direkt betroffen: Auch im globalen Umfeld sah die Wirtschaftslage nicht besser aus. Dabei riss die Marktlage nicht nur ein Loch in den Geldbeutel, sondern auch in die Seelen vieler Menschen: Existenzkrisen gingen mit finanziellem Ruin einher, in Ländern wie Frankreich wurden sogar erhöhte Suizidraten verzeichnet, die in direktem Zusammenhang mit der Privatinsolvenz standen.

Raus aus den Schulden

Diese schwerwiegenden Umstände trieben letztlich auch den Filmemacher Frédéric Castaignède dazu, sich zu Wort zu melden. In seinem Beitrag berichtet er auf der einen Seite von Ängsten, auf der anderen Seite zeigt er auf, wie leicht man als nicht Betroffener in die gefürchtete Schuldenspirale abrutschen kann - denn das geht schneller, als gedacht. Die Dokumentation möchte nicht nur zu Aufklärungszwecken hinhalten, sondern auch als Warnung verstanden werden. Zu Wort kommen unter anderem Experten wie der Anthropologe und "Occupy"-Mitgründer David Graeber.