Trotz zahlreicher Schicksalsschläge standen die Bewohner von Japans Hauptstadt immer wieder auf und machten ihre Heimat zu einem gefragten Touristenziel.

In der modernen Metropole Tokio erinnert nur wenig an die Gegebenheiten des späten 19. Jahrhunderts zurück, die Edo-Zeit, als sich die Stadt noch aus einem Bruchteil der Bevölkerungsdichte zusammensetzte und die Menschen in einfachen Holzhütten hausten. Doch es war ein langer, von Steinen gepflasterter Weg für den heute größten Ballungsraum der Welt, sich derartig zu entwickeln. Im September 1923 erschütterte das Kanto-Erdbeben die Region und forderte nicht nur über 100000 Menschenleben, sondern hinterließ einen Trümmerhaufen. Die Bewohner standen vor den Scherben ihrer Existenz, verloren zum Großteil alles. Aber bereits 1945 schlug das Schicksal erneut zu. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die wieder aufgebaute Stadt zum Ziel mehrerer Bombenangriffe durch die Luftstreitkräfte der US Army - erneut waren die Ausmaße der Zerstörung und die Zahl der Opfer gewaltig.

Geburt einer Metropole

Wie konnte sich Tokio nach den schweren Schlägen so schnell erholen? Mithilfe von alten Fotografien und anderem historischen Material blickt die Dokumentation auf die ereignisreiche Geschichte der heutigen Großstadt zurück und geht unter anderem dem Geheimnis ihres rasanten Aufstiegs auf den Grund. Woher nahmen die Japaner ihr Durchhaltevermögen, immer wieder bei null anzufangen und ihre Stadt aus dem Nichts heraus aufzubauen?