Im Streit bringt Teenagerin Sarah (Janina Fautz) ihre Freundin um. Als ihre in Scheidung lebenden Eltern davon erfahren, helfen diese ihrer instabilen Tochter.

Seit sie weiß, dass ihr Vater Paul (Mehdi Nebbou) und ihre Mutter Christine (Ulrike C. Tscharre) sich trennen wollen, ist die pubertierende Sarah nicht mehr dieselbe: Schnell reagiert sie auf die kleinsten Störfaktoren gereizt und selbst die im jungen Alter üblichen kleinen Streitereien unter Freunden ufern schon mal im aggressiven Handgemenge aus. So kommt es scheinbar auch zu einem Eklat mit Freundin Charlie (Marie Bendig), die kurz nach einem Streit mit Sarah spurlos verschwindet. Das Mädchen wendet sich hilfesuchend den Eltern zu und behauptet, seine Freundin umgebracht zu haben. Paul und Christine stehen ihr, ohne lange darüber nachzudenken, zur Seite und wollen das Verbrechen vertuschen. Nun muss nur noch ein Schuldiger her.

Gelungener Genre-Mix

In seinem Film thematisiert Regisseur Sebastian Ko, welche gravierenden Auswirkungen eine Scheidung der Eltern auf das Wohl und den Gemütszustand des gemeinsamen Kindes haben kann. Nur ob ein Mord die zerstrittenen Parteien hypothetisch wirklich wieder vereinen würde, darf angezweifelt werden. Aber gerade dieses einschneidende Erlebnis und dessen Folgen lassen das Familiendrama auch zum ausgeklügelten Thriller aus der Perspektive der Täter avancieren, sodass sich das Werk vorbildlich zweier Genres bedient und dabei eine ungewohnte Sichtweise einnimmt.