In ihrem Dokumentarfilm beleuchtet Regisseurin Gayane Petrosyana, wie brutal russische Walfänger vorgehen, und wie sie die Säuger aus ihrer freien Natur reißen.

Weil in den vergangenen Jahren ein starker Rückgang gefangener Belugawale verzeichnet wurde, sehen weltweit agierende Tierschutz-Organisationen deren Erhalt als "ausreichend" an. Mit einer akuten Bedrohung der Meeresbestände rechnet man nicht, da andere Bereiche der Tierwelt wesentlich lukrativer erscheinen. Nur im Norden Russlands hat die Jagd auf den Weißwal eine erschütternde Tradition: Hier werden die friedliebenden Säuger unter widrigen Bedingungen nicht nur gefangen, sondern auch gehalten, gequält und für ein zahlendes Publikum dressiert. Tatsächlich gilt speziell der Beluga als echter "Exportschlager" der russischen Walfangindustrie - vor allem in die Vereinigten Staaten.

Missstände aufklären

Durch einen offenen Brief der US-amerikanischen Schauspielerin Kim Basinger an Russlands Staatschef Wladimir Putin wurden auch die drei Meerestaucherinnen Gayane Petrosyana, Tatiana Beley und Julia Petrik hellhörig: Basinger kritisierte in ihren Zeilen das Import-Export-Geschäft zwischen den Supermächten Russland-USA und die Behandlung der Tiere. Das Trio setzte sich daraufhin ein Ziel: Herauszufinden, welche hässliche Wahrheit hinter den Vorwürfen steckt. Ihre Entdeckungen hielten sie auf Bild und Ton fest, um den Leidensweg der sanftmütigen Kreaturen aufzeigen - vom Fang über den Transport bis hin zu ihrer Nutzung.