Dom Hemingway ist nicht nur ein krimineller Safeknacker und Dieb, er ist auch ein Drecksack. Als er nach zwölf Jahren aus dem Knast kommt, will er gemeinsam mit seinem Ex-Kumpel und -Kompagnon Dickie zunächst das sauer verdiente Geld aus seinem letzten Coup einfordern. Doms Ex-Auftraggeber Mr. Fontaine lässt sich nicht lumpen und legt sogar eine fette Belohnung dafür drauf, dass Dom ihn nicht verraten hat. Doch Dom wird nach auslassendem Alkoholkonsum zum zynischen Choleriker und macht sich zudem an Fontaines Geliebte ran. Eine Autofahrt unter Alkohol- und Drogeneinfluss endet für einige tödlich ...

Wäre nicht ein brillanter Jude Law, der hier den asozialen Safeknacker mit Bravour meistert, man könnte dieses Werk mit ähnlich gelagerten wie etwa "Drecksau" gleichsetzen. Durch Lawes überaus präsentes Spiel aber freut man sich trotz des unsympathischen Charakters der Hauptfigur auf jede neue Szene. Dramaturgisch ist das Ganze nicht immer geschickt gelöst, wirkt oft unausgegoren und plätschert ab und zu sogar gemächlich vor sich hin, behält aber dennoch dank Law stets seinen Reiz. Denn der hat für die Rolle nicht nur 15 Kilo zugelegt, sondern offensichtlich enormen Spaß am Spiel bzw. daran, in kürzester Zeit möglichst viele dreckige Wörter zu benutzen und gerne mal nackt durchs Bild zu laufen. Ebenfalls gut: Richard E. Grant als sein Kumpel Dickie, Demián Bichir als Mr. Fontaine und "Game Of Thrones"-Star Emilia Clarke als Doms Tochter.



Foto: Fox