Sieben Brüder, geboren in Mülheim an der Ruhr zwischen 1929 und 1945. In der Stille eines dunkel ausgeschlagenen Filmstudios verweben sich ihre Erzählungen zu einem faszinierenden Familienuniversum zwischen Geschichte und Eigensinn, kollektiver und persönlicher Erfahrung. Am Krieg selbst nicht beteiligt, wird für sie 1945 zu einer entscheidenden Wegmarke: Zur Stunde Null ist der älteste der Brüder 16 Jahre, der jüngste gerade drei Monate alt. Die Spuren dieser Zeit prägten die Brüder auf unterschiedliche Weise, ihre Lebenswege entwickeln sich in denkbar unterschiedliche Richtungen...

Keine Fragen, keine Themenvorgaben, aufmerksame Stille im eigens ausgestatteten Studio. Das war der wesentliche Ansatz für "7 Brüder". Gedreht wurde an sieben aufeinander folgenden Tagen, die formale Stringenz stand ganz im Dienst der Erzählung. Regisseur Sebastian Winkels verließ sich dabei ganz auf das ungewöhnliche Charisma seiner Protagonisten, alle miteinander begnadete Erzähler aus einer Generation, die selten gehört wird.