Tibet, geheimnisvolles Dach der Welt, Sitz erleuchteter Mönche – nur einer legt sich quer: Gendun Choephel heißt der streitbare Mönch, der sich 1934 vom klösterlichen Leben abwendet und in die Moderne aufbricht. Er ist ein Rebell, der die Gemüter der tibetischen Obrigkeit erhitzt. Ein reinkarnierter Lama, der auch die Frauen und den Alkohol liebt. Ein Freigeist, der seiner Zeit weit voraus ist und heute zu einem Hoffnungsträger für ein freies Tibet geworden ist…

Regisseur Luc Schaedler begab sich auf die Spuren des ungewöhnlichen Mönchs und inszenierte dessen Lebensgeschichte als Mix aus Roadnowie und cineastischer Zeitreise. Dabei zeigt Schaelder ein Bild Tibets fernab gängiger Klischees und präsentiert seltene historische Aufnahmen, die hier erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Elegant und überraschend verwebt der Film damals und heute: Archivbilder von prächtigen Karawanen und Klöstern wechseln sich ab mit Szenen von Discos und Bildern von mehrspurigen Schnellstraßen in Lhasa, wo Pilger sich niederwerfen, um ihr Heiligtum zu umrunden.

Foto: Zorro