Jackson, Zahira, Carlito und Samuel haben alle den gleichen Wunsch: Sie wollen zur Schule gehen und lernen. Doch in den Gegenden, in denen sie leben, fahren weder Bus noch Bahn, eine Infrastruktur existiert nicht. So nehmen sie äußert beschwerliche Wege auf sich, um zum Unterricht zu gelangen. So muss der elfjährige Kenianer Jackson mit seiner Schwester täglich 15 Kilometer durch die Savanne zurücklegen, während die zwölfjährige Zahira im marokkanischen Atlasgebirge jeden Montag mit ihren Freundinnen zum 22 Kilometer entfernten Internat läuft. Oder da ist etwa der 13-jährige Samuel im Golf von Bengalen, sein Schulweg ist ein wahrer Kraftakt, seine beiden jüngeren Brüder schieben den an Kinderlähmung Erkrankten in einem klapprigen Rollstuhl täglich vier Kilometer zur Schule ...

Der französische Regisseur Pascal Plisson lässt in seiner Dokumentation hauptsächlich Bilder sprechen. Zwar kommen seine jungen Protagonisten zu Wort, ihre Sätze wirken jedoch durch die glatte Übersetzung oft gestellt. Zu makellos ist die Synchronisation, wenn die Kinder von den Gefahren ihres Schulweges erzählen. Dennoch: Dass Plisson im Genre Dokumentarfilm zu Hause ist, zeigt er mit gelungenen, atmosphärischen Landschaftsaufnahmen. Ein etwas anderer Blick auf die Beschwerlichkeiten des Schulbankdrückens.



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