Berlin ist eine riesige Plattform für Bauherren, Politiker, Architekten und Beamte. Alle fragen sich, wie man der Regierungsstadt ein neues Gesicht geben kann. So fragt man sich etwa, wie man am besten modernen Städtebau mit der Geschichte koppelt, ob man das das von der DDR-Regierung gesprengte Berliner Stadtschloss wieder historisch präzise aufbauen oder den Palast der Republik am Schlossplatz ersatzlos entfernen soll?

Dokumentarfilmer Hubertus Siegert verfolgte von 1996 bis 1999 Bauarbeiten in der Hauptstadt, ließ Politiker, Bauherren, Städteplaner und Architekten zu Wort kommen und entwirft so einen kritischen Blick auf das Berlin im Baufieber. Dabei verwendete er die Musik der Avantgarde-Band Einstürzenden Neubauten fast schon wie einen Kommentar. Die Frage ist nur, wer soll sich diese interessante Doku eigentlich im Kino anschauen?