Jan Bijvoet spielt den völlig verwahrlosten Camiel Borgman, der als Obdachloser mit anderen Landstreichern im Wald wohnt und gleich zu Beginn des Films von einer Gruppe von Männern gejagt wird. Er kann schließlich entkommen und sucht Unterschlupf bei der wohlhabenden Familie van Schendel.

Dort wird er allerdings vom Familienvater Richard vertrieben, sodass er sich heimlich ins Gartenhaus des Anwesens verzieht. Richards Ehefrau Marina fühlt sich jedoch mehr und mehr zum Wohnungslosen hingezogen und bietet ihm ihre Hilfe an. Kurz darauf verschwindet der Gärtner auf mysteriöse Weise und der Fremde nistet sich mit neuer Identität in die Mitte der Familie ein.

Der perfide Bann des Bösen

Das, was der niederländische Regisseur Alex van Warmerdam mit seinem ungewöhnlichen Thriller auf die deutschen Leinwände bringt, ist ein konsequent unkonventioneller Film über den perfiden Bann des Bösen. Es werden mehr Fragen gestellt als beantwortet und der Zuschauer wird mit seinen eigenen Vorurteilen konfrontiert.

Es entwickelt sich ein bizarres, manipulatives Spiel und je stärker sich der zunächst sympathische Borgman in das Leben der Familie drängt, desto größer wird die von seiner Figur ausgehende Gefahr.

Van Warmerdam bleibt nur vorzuwerfen, dass er selbst Mühe zu haben scheint, diese zum Teil konfuse und vielschichtige Fabel beisammenzuhalten.