In ihrer kubanischen Heimat sind sie lebende Legenden, hier kannte sie bus zu diesem Film kaum jemand: Rubén González, Compay Segundo und Co. Da das Album "Buena Vista Social Club" zu einem internationalen Überraschungshit avancierte, war dies wohl für Filmemacher Wim Wenders Grund genug, eine Dokumentation über die kubanischen Musiker zu inszenieren.

Doch wer jetzt denk, dass er hier brillante Live-Musik via Film geboten bekommt, sieht sich getäuscht. Denn der Musikanteil im Film beträgt vielleicht gerade mal zwei Minuten. Und das bei einem Länge von über 100 Minuten. Der Rest: Geplänkel am Bühnenrand. Ein total vertane Chance, großartige Musik auf Celluloid zu bannen. Allerdings löste Wenders mit seinem Werk einen Boom aus: Der Buena Vista Social Club stand wochenlang an der Spitze der Musikcharts und auch weitere Interpreten konnten von dem Erfolg des Films profitieren.