Der wilde Patrick fällt aus allen Wolken, als er seine Mutter tot in deren Wohnung auffindet. Nach kurzer Trauer beschließt er, seinen Vater zu besuchen, der sich einst von der Mutter trennte und nun mit seiner Familie in einer schicken Vorstadtvilla lebt. Nachdem sich Patrick mit seinem alten Kumpel Elmer auf ungewöhnliche Weise frisch eingekleidet hat, kommt die beiden just in dem Moment im Hause des Vaters Reimund an, als sich dieser anschickt, mit Frau und Tochter seinen 60. Geburtstag zu feiern. Zunächst überrascht, schließt Reimund seinen "neuen" Sohn recht schnell in Herz, doch weitere Gäste nebst einem weiteren Sohn bringen bald das gesamte familiäre Gefüge durcheinander …

Regisseur Sven Halfar ("Yes I Am!") setzte diesen unausgegorenen Mix aus Roadmovie und Familiendrama in Szene. Leider verschenkt Halfar das durchaus vorhandene Potential seiner Geschichte, weil er sich nach einem abgedrehtem und durchaus gelungenen Beginn, der Filmfreunde an Werke eines Quentin Tarantino erinnern dürften, im weiteren Verlauf lediglich auf dramatische Verstrickungen innerhalb einer Familie konzentriert. Das hat man so oder ähnlich schon weitaus besser gesehen, zumal beinahe alle Protagonisten umsympathisch wirken und keine Identifikationsmöglichkeit bieten. Fazit: ein starker Auftakt macht noch keinen guten Film!



Foto: Aries Images (Barnsteiner)