Wenn der Winter in den arktischen Gefilden weicht, zeigt sich kurzzeitig eine enorme Artenvielfalt. Vor allem im Tierreich präsentieren sich wahre Überlebenskünstler. So etwa die Eisbärin, die ihre zwei Kinder versorgt, Moschusbullen, die ihre Rangfolge auskämpfen, Karibus, die sich ihre Wege suchen, Robben, die vor Eisbären flüchten, kuriose Zusammenkünfte von Narwalen...

Wären nicht die mitunter dämlichen, weil vermenschlichten Kommentare und die völlig unpassende Musik, man hätte es mit einer grandiosen Naturdokumentation zu tun. Denn die Bilder sind überaus bemerkenswert. Doch leider entfährt man manchmal nicht einmal den Namen der gezeigten Tiere (etwa die vorüber fliegenden Prachteiderenten), geschweige denn in welchen geografischen Breiten man sich gerade befindet. Warum sich die Filmemacher Thierry Piantanida und Thierry Robert bei der jahrelangen Filmerei hinterher für die Bearbeitung nicht auch etwas Zeit genommen haben, ist hier die große Frage. Was bleibt: tolle Natur- und Tierbilder. Das dazu erschienen Buch (Gerstenberg Verlag) bietet allerdings bessere Informationen.

Foto: Concorde