Der deutsche Regisseur Sönke Wortmann ("Das Wunder von Bern", 2003) startete 2015 einen bundesweiten, nicht ganz gewöhnlichen Aufruf: Egal ob mit Videokamera, Tablet oder Smartphone - am 20. Juni sollten die Menschen Momentaufnahmen aus ihrem Leben festhalten und einschicken.

Daraus gestaltete der Filmemacher ein sehr persönliches und emotionales Porträt Deutschlands, wie es keine noch so durchdachte Dokumentation schaffen würde.

Fast 500 Beiträge unterschiedlicher Länge wurden eingesendet und in akribischer Detailarbeit zu einem Film zusammengeschnitten und erzählen Geschichten, die es in der Regel nicht in die Medien schaffen.

Ein deutsches Selfie

Was macht dich glücklich? Wovor hast du Angst? Was bedeutet Deutschland für dich? Vor dem Hintergrund dieser Fragen, die sich jeder Filmemacher als Leitfaden zuhilfe nehmen konnte, zeigt Wortmann lustige, emotionale und tragische Momente - von lachenden Kindern über Fallschirmspringer und einer Hochzeit bis hin zu Operationen -, wie sie sich (meist) täglich in der Bundesrepublik abspielen, und sogar Überflutungen.

Trivialitäten und besondere Momente eines jeden Einzelnen verbinden sich zu einem großen Ganzen, das Wortmann in 100 Minuten Filmmaterial komprimiert hat.

Schon vor seiner Premiere Ende Juni auf dem Filmfest in München - zu dem auch per Zufallsprinzip einige der Filmemacher eingeladen waren - wurde die Dokumentation bereits mit dem "Prädikat besonders wertvoll" der Deutschen Film- und Medienbewertung ausgezeichnet.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Deutschland. Dein Selbstporträt":