Reverend Patrick Brontë lebt mit seinem Sohn Branwell und seinen Töchtern Charlotte, Emily und Anne in dem abgelegenen Pfarrhaus von Haworth inmitten einer düsteren, sturmdurchwehten Landschaft. Seit dem Tod ihrer Mutter betreut eine Tante der Geschwister den Haushalt. Die Fantasie muss den sensiblen Schwestern ersetzen, was die graue Wirklichkeit ihnen vorenthält. Alle drei schreiben - Gedichte zunächst, dann Romane. Ihr Bruder Branwell malt; der Zeit entsprechend wird er als Mann den Schwestern vorgezogen.

In "Die Schwestern Brontë" porträtiert André Téchiné subtil die unterschiedlichen Charaktere der Geschwister und inszeniert ihre Beziehungen untereinander auch als Drama um ungleiche Talente und Möglichkeiten. Noch heute beschäftigt das längst zur Legende gewordene kurze und ärmliche Leben der Geschwister Brontë Wissenschaftler und viele Leser der nach wie vor populären Romane "Sturmhöhe" und "Jane Eyre". Das harte Schicksal der Brontës hat ihre Lyrik und Romane stark geprägt. Verlust und Liebessehnsucht sind bestimmende Themen im Schreiben der drei. Emily, die mittlere, gilt allgemein als die begabteste und innovativste der Brontë-Schwestern. Allerdings wurde sie als erste von Tuberkulose hingerafft, "Stürmische Höhen" blieb ihr einziger Roman. Branwell, der weniger bekannte Bruder, hatte Ambitionen als Poet und Maler, die jedoch bald Opfer einer unglücklichen Liebe und seines Hangs zum Alkohol wurden.