München, 5. September 1972, vier Uhr morgens am elften Tag der Olympischen Sommerspiele: Acht palästinensische Terroristen überklettern die Zäune des Olympischen Dorfes, dringen in das Quartier der israelischen Fechter und Ringer ein und nehmen elf Sportler gefangen. Eine fatale Mischung aus Inkompetenz, Unerfahrenheit, Fehleinschätzung der Lage und Pech führt zum tödlichen Finale: Kaum 24 Stunden nach dem ersten Alarm sterben neun Israelis, fünf der acht Terroristen und ein deutscher Polizist.

Kevin MacDonald lässt in seiner beeindruckenden Dokumentation - das Werk erhielt einen Oscar als beste Dokumentarfilm - die Ereignisse von 1972 noch einmal Revue passieren. Aus Archiv-Material und Zeitzeugen-Interviews montierte er gekonnt einen Thriller. Außerdem versucht er, Erklärungen für das tödliche Ende der Aktion zu finden. So lässt er auch - vermummt - den letzten überlebenden Terroristen zu Wort kommen. Für den Basler Produzenten Arthur Cohn war dieser Oscar bereits der sechste.