Viviane Baumann (Britta Hammelstein) ist eine angehende Staatsanwältin, der eine große Karriere bevorsteht, auf die sie während ihres Studiums akribisch hingearbeitet hatte. Als der berufliche Aufstieg allerdings bevorsteht, plagen die junge Juristin plötzlich Versagensängste.

In einem Anflug von Realitätsflucht entscheidet sie, wieder bei ihren Eltern einzuziehen und sich dem Druck zu entziehen. Doch Mama (Victoria Trauttmansdorff) und Papa (Detlev Buck) können sich nicht für den Lebenswandel ihrer Tochter begeistern. Daher schlägt Vivis Vater einen Kurzurlaub vor. Dort soll sich Vivi erholen und neue Kräfte sammeln.

Schon bald fühlt sie sich in dem Urlaubsort äußerst wohl: Sie beginnt im kleinen Laden von Otto (Ferdinand von Schirach) zu arbeiten und quartiert sich bei ihren neuen Freundin, der alleinerziehenden Mutter Biene (Inga Busch) und ihrem Sohn Eric (Jerome Hirthammer), ein. Fernab von Stress und Perfektion scheint sich Vivi ein neues Leben aufzubauen.

Sensibles Langfilmdebüt

Regisseurin Bernadette Knoller inszeniert die Reise einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst als Abschlussfilm ihres Regie-Studiums an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Das Drehbuch, das sie gemeinsam mit Paula Cvjetkovic verfasste, gewann 2016 einen Preis beim Max-Ophüls-Festival und begeistert mit seiner unkonventionell einfachen und geradlinigen Erzählstruktur.

Mit viel Sensibilität thematisiert die Geschichte den steigenden Leistungsdruck der modernen Gesellschaft.

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