Dieses ungewöhnliche Musikerporträt war für einen Oscar als beste Dokumentation nominiert. Denn hier geht es nicht nur um einen Blues-Musiker, sondern auch um eine Art musikalische Völkerverständigung: Der blinde Blues-Musiker Paul Pena hört durch Zufall im Radio den Oberton-Gesang von Kongar-ol Ondar. Davon derart fasziniert, eignet sich Pena die ungewöhnliche Gesangstechnik in jahrzehntelanger Kleinstarbeit selbst an. Dann, 1995, wurde er von seinem Vorbild zu einem Gesangswettbewerb in dessen sibirischer Heimat Tuva eingeladen.

Zugegeben, der Gesang ist für unsere Ohren schon überaus gewöhnungsbedürftig. Doch die ungewöhnliche Musikdokumentation der Brüder Roko und Adrian Belic, die den außergewöhnlichen Musiker Paul Pena auf seiner Reise in eine andere, völlig unbekannte Welt begleiteten, verdient Aufmerksamkeit.