In einer abgelegenen mexikanischen Kleinstadt ist es nicht einfach, den Lebensunterhalt zu verdienen. Deshalb hat der junge Ramón bereits mehrmals versucht, illegal die Grenze zur USA zu überschreiten. Denn er ist sich sicher, dass er nicht Mitglied in einer der örtlichen Drogenbanden werden will.

Um seine Mutter und seine Großmutter finanziell unterstützen zu können, nimmt er schließlich das Angebot eines Freundes an, mit dem ihm verbliebenen Geld nach Deutschland zu reisen. Dort soll sich die Tante des Freundes um Ramón kümmern. Doch in Deutschland angekommen, kann Ramón die inzwischen umgezogene Tante nicht finden.

Allein auf sich gestellt und von den winterlichen Bedingungen im kalten Deutschland überrascht, lebt Ramón auf der Straße. Schließlich zeigt eine freundliche, einsame Rentnerin erbarmen ...

Fernab jeglichen ernst zu nehmenden Filmschaffens

Eines vorweg: wer in diesem klischeebeladenen, modernen Märchen auch nur den Ansatz von Realismus, Logik oder Glaubwürdigkeit eines Sozialdramas erwartet, sieht sich getäuscht. Dies ist mal wieder eine mit deutschen Geldern finanzierte Co-Produktion fernab jeglichen ernst zu nehmenden Filmschaffens: schlechtes Erzählen, dilettantische Kameraführung, laienhafte Darsteller, schlampiges Drehbuch.

In Mexiko avancierte das Werk überraschend zu einem Kinoerfolg. Hierzulande dürfte es maximal irgendwann in der TV-Reihe "Das kleine Fernsehspiel" als willkommene Einschlafhilfe dienen.