Als Ende der Sechzigerjahre in den westlichen Industrienationen die Hippiebewegung um sich griff, zogen viele ihrer Aktivisten auf der Suche nach Erleuchtung, freien Drogengebrauch und einem ursprünglicheren Leben nach Asien, bevorzugt nach Goa in Indien. Die Bauern vor Ort vermuteten hinter dieser Wanderbewegung schon eine Dürre im Westen. Die heiligen Männer dagegen spürten darin die Sehnsucht nach Spiritualität. Die meisten Aussteiger reisten nach Monaten oder Jahren wieder in ihre Heimat zurück. Doch einige blieben, wie etwa Meera aus Belgien, die als Einsiedlerin am Fluss von Almosen lebt...

Die Schweizer Filmemacher Ulrich Grossenbacher und Damaris Lüthi drehten diese mal anrührende, mal schräge, manchmal auch unfreiwillig komische Dokumentation über eine bald aussterbende Spezies: die Hippies der 68er-Generation. Für die Einheimischen in Indien werden die kauzigen Zugereisten wohl immer Fremde bleiben. Was aber blieb von ihren Ausstiegsträumen, da sie ins Alter gekommen sind? Grossenbacher und Lüthi gelang ein bewegendes Porträt der Blumenkinder, die auf der Flucht vor der westlichen Zivilisation in Indien ein neues Zuhause fanden.

Foto: Kool Film