Im Februar 2010 nehmen sich die befreundeten Superkletterer Stefan Glowacz, Kurt Albert und Holger Heuber eine besondere Expedition vor: Sie wollen im südamerikanischen Regenwald den höchsten Tafelberg Roraima erklettern. Schon der Weg zu den Steilwänden des Berges durch den unwegsamen Dschungel erweist sich als einzige Strapaze. Sie nähern sich von Brasilien her der Grenze Venezuelas, reisen zunächst per Boot, um den Rest zu Fuß zu gehen. Endlich am Fuße des Berges angekommen, unternehmen die drei mehrere Kletterversuche, um schließlich genervt das waghalsige Unternehmen abzubrechen. Als sie neun Monate später einen weiteren Versuch unternehmen, sind sie nur noch zu zweit: Kurt Albert ist bei einem Routineausflug in Deutschland tödlich abgestürzt ...

Spannend wie ein Bergsteiger-Thriller erzählen hier die Kletterer von ihrem faszinierenden Abenteuer. Die Kamera stets im Gepäck sind ihnen atemberaubende Bilder einer wilden Naturgewalt gelungen. Dabei wirken einige Momente zwar deutlich überinszeniert, wirken aber gerade deshalb um so packender. Die Regisseure Christian Lonk, Malte Roeper und Philipp Manderla halten sich im Bild zurück und bieten ihren drei Protagonisten genau den Raum, den diese benötigen. Packende Momente und der schwere Schicksalsschlag lassen den Zuschauer mitleiden. Die Qualität der Bilder ist leider nicht durchweg stark. Dennoch ein lohnendes Kino-Abenteuer!



Foto: Red Bull Content Pool; Klaus Fengler; MFA+ FilmDistribution e.K.