Zwölf Frauen, heute zwischen 74 und 79 Jahre alt, erzählen über ihre Jugendzeit in Ulm. Sie waren noch Kinder, als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen und plötzlich streng unterschieden wurde zwischen Kindern jüdischen und christlichen Glaubens. Die meisten christlichen Schülerinnen wurden begeisterte Jungmädel in der Hitlerjugend. Im Eifer der "Heimnachmittage" des Jungmädeldiensts ging unter, dass die Familien der jüdischen Mitschülerinnen nach und nach vertrieben werden. Das Interesse der Christen-Mädels galt vielmehr Jungmädelführerin Sophie Scholl in der Hitlerjugend. Den Weg der Geschwister Scholl zum Widerstand in der "Weißen Rose" gegen das "Dritte Reich" haben sie nicht mitverfolgt, und er ist bis heute schwer nachvollziehbar geblieben...

Ein Film, der den Alltag des Faschismus - klein, schäbig, oft banal - plastisch erfahrbar macht. Die Unterschiedlichkeit des Erlebten und wie darüber berichtet wird, spricht für sich selbst, heißt es. Der Bewertungsausschuß stufte diesen "ruhigen, stimmigen und sensiblen Dokumentarfilm" als "besonders wertvoll" ein.