Wie der Titel schon verrät: die Kindheit und die Jugenderlebnisse von Giacomo Casanova. Klein-Giacomo wächst als zartes und kränkelndes Kind eines armen Gauklerehepaars auf. Der Vater stirbt, die Mutter kümmert sich kaum um ihren Spößling. Schließlich kümmert sich die Großmutter in Padua um den Jungen...

Regisseur Luigi Comencini drehte hier einen chronikartigen Kostümfilm, in dem es weniger um die Personen als um die Beschreibung der Lebensstile geht. Casanova wählte er, weil die Person bekannt ist, und weil dessen "Erinnerungen" (auch: "Geschichte meines Lebens") ein lehrreiches Sittengemälde der damaligen Zeit darstellen. Comencini behielt aber nur die ersten fünf Kapitel der "Erinnerungen" bei und ergänzte sie um Anleihen bei anderen Memoirenschreibern, Schriftstellern, Malern und Kunststechern der Zeit. Comencini, der sich immer für die Kindheit interessiert hat, legt die Kapitel der Memoiren zugrunde, in denen sich Casanova an seine ersten Lehrjahre in Venedig erinnert, bis zu der Zeit, als er seinem eigenen Geständnis zufolge beschloß, der Abenteurer und Freigeist zu werden, als den ihn die Nachwelt kennt.