Architekt Malik kehrt nach dem Tod seines Vaters aus Paris nach Tunesien zurück. Dort erwartet ihn bereits seine Mutter Sara, die hofft, dass sich ihr unverheirateter Sohn nun endlich eine Braut sucht und ihr einen Enkel schenkt. Doch Malik hat etwas anderes im Sinn: den attraktiven Gärtner Bilal ...

Regisseur Mehdi Ben Attia legt in seinem eher unspektakulären Kinodebüt die Geschichte eines junges Mannes vor, der sich endlich offen zu seiner Homosexualität zu bekennen wagt. Die Handlung spielt in Tunesien, wo gleichgeschlechtliche Liebe immer noch mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft wird und Sexualität als solche ein Tabuthema darstellt. Für dortige Verhältnisse ist das Drama möglicherweise Aufsehen erregend, doch in Europa dürfte der Film, der kaum Kinoformat erreicht und eher an eine Fernsehproduktion erinnert, niemanden vom Hocker reißen. Neben der großen Claudia Cardinale, die Maliks Mutter verkörpert, ist Regisseur Attia in einer kleineren Rolle als Arzt zu sehen, als Malik gibt der hierzulande unbekannte Antonin Stahly sein Langfilmdebüt.



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