Maria Callas war die "Primadonna assoluta" der Opernbühnen des 20. Jahrhunderts. Der Filmemacher Philippe Kholy gestaltete sein Porträt der Diva als großangelegten biografischen Roman über ein außergewöhnliches und am Ende tragisches Schicksal. Zahlreiche Archivausschnitte zeigen die Callas auf der Bühne, im Interview aber auch als Mitglied der High Society, zusammen mit Aristoteles Onassis oder Grace Kelly. Es ist, als habe die Sängerin ihre beiden Lieblingsheldinnen auch im Leben verkörpert: La Traviata - die unglücklich verliebte Frau - und Norma - die Hohepriesterin der Oper. Eine fatale Verbindung, denn Maria Callas sollte am Ende nicht nur ihre große Liebe, sondern auch ihre Stimme verlieren. In diesem Dokumentarfilm offenbart sich die unergründliche Doppelnatur der Callas. Sie ist die strahlende Heldin der großen Bühnen der Welt, von der Mailänder Scala über die Metropolitan Opera bis zur Pariser Oper, die Künstlerin, die sich mit harter Arbeit und eisernem Willen ihre Rollen erarbeitet. Sie ist aber auch die ungeliebte Tochter ihrer Mutter, die emotional Abhängige, die in Aristoteles Onassis ihren Traumprinzen ersehnt und am Ende an diesem Traum zerbricht. "Callas Assoluta" lässt eine tragische Heldin wieder aufleben, der alles im Übermaß zuteilwurde: eine unvergleichliche Stimme, musikalische Begabung, Zielstrebigkeit, Ruhm und Ehre, aber auch Enttäuschung und Einsamkeit.